03.08.2010 · Haben die Herstellerfirmen von Kindle und iPad Preisabsprachen bei elektronischen Büchern getroffen? Der Generalstaatsanwalt von Connecticut geht einem entsprechenden Verdacht nach.
Von Norbert KulsDer Generalstaatsanwalt des amerikanischen Bundesstaats Connecticut, Richard Blumenthal, ermittelt gegen die Technologieunternehmen Amazon.com Inc. und Apple Inc. wegen möglicher Preisabsprachen bei elektronischen Büchern. Amazon und Apple haben nach Angaben von Blumenthal Verträge mit den fünf größten amerikanischen Buchverlagen geschlossen, die ihnen die besten Preise für elektronische Bücher garantieren.
„Diese Vereinbarungen scheinen bestimmte Verlage davon abzuhalten, den Wettbewerbern von Amazon und Apple Rabatte einzuräumen – weil sie das auch Amazon und Apple anbieten müssten“, hieß es in einer Stellungnahme Blumenthals. Diese Einschränkung blockiere günstigere Preise für Verbraucher. Die beiden Unternehmen haben sich zu den Vorwürfen noch nicht geäußert.
Anwälte einbestellt
Blumenthal hat bereits die Anwälte von Amazon und Apple einbestellt, um die Verträge der Unternehmen mit den Verlagen Macmillan, Simon & Schuster, Hachette, HarperCollins und Penguin zu erörtern. Amazon und Apple produzieren mit dem Kindle und dem Tablet-Computer iPad populäre Lesegeräte für elektronische Bücher. Auch die Buchhandelsketten Barnes & Noble sowie Borders bieten eigene Lesegeräte an. Nach Untersuchungen von Blumenthal waren die Preise für mehrere elektronisch verfügbare Bestseller bei allen Anbietern identisch. In den Vereinigten Staaten gibt es anders als in Deutschland keine Buchpreisbindung.
Amazon dominiert mit dem Kindle derzeit noch das Geschäft mit elektronischen Büchern. Der jüngst auf den Markt gekommene iPad gilt aber als stark wachsender Konkurrent. Blumenthal geht davon aus, dass die beiden Unternehmen gemeinsam die größten Anteile an diesem Markt haben werden.
Generalstaatsanwalt Blumenthal führt derzeit auch die Ermittlungen mehrerer Bundesstaaten gegen das Internetunternehmen Google wegen fragwürdiger Datensammlungen an. Blumenthal, Mitglied der demokratischen Partei, bewirbt sich derzeit für den frei werdenden Sitz von Christopher Dodd im amerikanischen Senat. Dodd war einer der führenden Autoren der jüngst vom Kongress verabschiedeten Finanzmarktreform.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.947,17 | −0,61% |
| EUR/USD | 1,3195 | −0,67% |
| Rohöl Brent Crude | 117,61 $ | −0,91% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |