Die Dax-Konzerne Bayer, Thyssen-Krupp und Daimler-Chrysler versorgen Investoren im Internet besonders gut mit Informationen. Nachholbedarf haben dagegen Volkswagen, die Deutsche Börse und der Dax-Neuling Continental, hat das britische Marktforschungsunternehmen Investis herausgefunden. "Die Qualität der Informationen für Investoren im Netz hängt nicht von der Größe eines Unternehmens ab. Aber es fällt auf, daß Unternehmen, deren Aktien auch in Amerika notiert werden, besonders gute Investor-Relations-Websites haben", sagt Rupert Spiegelberg, Direktor von Investis.
Die Marktforscher haben die Kriterien Inhalte, Nutzerfreundlichkeit und Interaktivität der Investor-Relations-Websites mit maximal jeweils 100 Punkten bewertet. Besonders umfangreiche Inhalte bieten Bayer und die Deutsche Bank im Internet, die mehr als drei Viertel der möglichen Punkte erreicht haben. In diesem Jahr haben viele Konzerne ihr Informationsangebot um die Unternehmensverfassung (Corporate Governance) und ihre Anleihenstrategie erweitert. Während die Deutsche Bank mit ihrem Angebot zu Corporate Governance hervorsticht, publizieren Thyssen-Krupp, RWE und Eon umfangreiche Informationen zum Thema Anleihen. Großen Nachholbedarf attestieren die Marktforscher dagegen Altana, der Tui und Continental, die weniger als die Hälfte der maximalen Punkte erreicht haben.
Viele Unternehmen haben im Internet schnelle Informationen anzubieten, aber das Netz bisher kaum für den Dialog mit Investoren genutzt, meint Spiegelberg. Dabei könnten interaktive Geschäftsberichte die Druckkosten senken, E-Mail-Nachrichtensysteme helfen, eine eigene Datenbank mit Interessenten aufzubauen, und die Übertragung der Hauptversammlung im Netz die Reichweite des Unternehmens erhöhen, zeigt Spiegelberg die Vorteile des Internet auf. Einen hohen Wert in dieser Kategorie erreicht Thyssen-Krupp mit 79 Punkten. (ht.)
