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Internet Xing kämpft mit sinkender Zahlerquote

22.08.2007 ·  Das Geschäftsnetzwerk Xing ist das einzige, das sich nicht über Werbung, sondern über Beiträge seiner Mitglieder finanziert. Doch in den vergangenen Monaten sind Xing überdurchschnittlich viele zahlende Nutzer davongelaufen.

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Das Internet-Geschäftsnetzwerk Xing (früher Open BC) muss um seine zahlenden Mitglieder fürchten: Im zweiten Quartal sei der Anteil der Zahler an den gesamten Mitgliedern des Netzwerkes auf 12,3 Prozent von 13,1 Prozent im ersten Quartal zurückgegangen, teilte das Unternehmen mit. Als Grund gibt Xing überdurchschnittlich hohe Kündigungsraten im April und Mai an, die sich inzwischen aber wieder normalisiert hätten. Werden auch die bisher nicht zahlenden Mitglieder der übernommenen spanischen Netzwerke Econozco und Neurona mitgerechnet, sank die Zahlerquote sogar auf 8,1 Prozent. Xing ist das einzige große Internetnetzwerk, das sich nicht mit Werbung, sondern ausschließlich über die Beiträge seiner Mitglieder finanziert.

Zum Börsengang hatte das Unternehmen in Aussicht gestellt, die Zahlerquote stetig erhöhen zu können. Die Börse reagierte negativ auf die Zahlen. Der Kurs der Aktie sank zeitweise um mehr als 10 Prozent auf 35 Euro. Ungeachtet der fallenden Quote befindet sich das Unternehmen aber weiterhin auf Wachstumskurs: Der Umsatz stieg um gut 9 Prozent auf 4,3 Millionen Euro; das Konzernergebnis betrug im zweiten Quartal 710.000 Euro nach 467.000 Euro im Quartal zuvor. Xing will seinen Umsatz in diesem Jahr wie geplant auf etwa 20 Millionen Euro verdoppeln. Die Zahl der Mitglieder stieg bis Ende Juni auf 3,52 Millionen, davon inzwischen 60 Prozent im Ausland. Der Zuwachs um 1,39 Millionen im Vergleich zum ersten Quartal ist allerdings wesentlich auf die Neurona-Übernahme zurückzuführen.

Quelle: ht./F.A.Z., 22.08.2007, Nr. 194 / Seite 12
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