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Internet United Internet stellt Adlink zum Verkauf

22.02.2008 ·  United Internet hat Morgan Stanley beauftragt, einen Käufer für seine Werbetochtergesellschaft Adlink zu suchen. Bisher hat sich aber noch kein Käufer gefunden. United Internet braucht das Geld für Freenet.

Von Holger Schmidt
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United Internet stellt seine Tochtergesellschaft Adlink zum Verkauf. Nach Informationen der F.A.Z. hat United Internet die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley beauftragt, einen Käufer für das Online-Werbeunternehmen zu finden.

United-Internet-Chef Ralph Dommermuth erhofft sich einen dreistelligen Millionenbetrag aus dem Verkauf, da das Unternehmen an der Börse mit rund 400 Millionen Euro bewertet wird und United Internet 84,3 Prozent der Anteile besitzt. Das Unternehmen, das sowohl in der graphischen Werbung wie im Affiliate-Marketing in 10 europäischen Ländern tätig ist, hat in den ersten neun Monaten des Jahres 160 Millionen Euro Umsatz erzielt, dabei aber nur knapp 14 Millionen Euro Ergebnis vor Steuern (ohne Sondereffekte) erzielt.

Noch kein Interessent für Adlink

United Internet hat bewusst eine amerikanische Investmentbank mit dem Verkauf beauftragt, um möglichst einen amerikanischen Käufer zu finden. Allerdings ist das Interesse an Adlink zur Zeit noch bescheiden: Deutsche Medienunternehmen wollen oder können nicht so viel Geld ausgeben und die Amerikaner wie Yahoo, Microsoft oder AOL sind zur Zeit eher mit sich selbst beschäftigt.

Dommermuth braucht das Geld aus dem Verkauf für Freenet. Dort hat er gemeinsam mit Drillisch mehr als 25 Prozent der Anteile erworben und hofft immer noch, das Unternehmen komplett oder in Teilen übernehmen zu können.

Spoerr wehrt sich mit allen Tricks

Doch Freenet-Chef Eckhard Spoerr wehrt sich weiterhin gegen Dommermuth. Gerade hat er angekündigt, das DSL-Geschäft verkaufen zu wollen. Das kann nur das Ziel haben, Freenet unattraktiv zu machen, damit Dommermuth die Lust auf Freenet vergeht.

In der Branche wird nämlich erwartet, dass Dommermuth auf der Freenet-Hauptversammlung versuchen wird, Spoerr abzulösen. Das DSL-Geschäft muss Spoerr bis dahin verkauft sein. Nach seiner Einschätzung braucht er dafür keine Zustimmung der Hauptversammlung.

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