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Internet Telekom will Verlage von Immobilienscout24 fernhalten

21.02.2007 ·  Im Bieterwettstreit um Immobilienscout24 hat der Anteilseigner Deutsche Telekom die Interessenten aus dem Verlagsgeschäft wie Springer und Holtzbrinck offenbar abgeschreckt. Die Telekom möchte lieber einen Finanzinvestor.

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Im Bieterwettstreit um das Immobilienportal Immobilienscout24 verfolgt der Miteigentümer Deutsche Telekom offenbar mit Erfolg das Ziel, Verlage wie Springer oder Holtzbrinck vom Kauf der Anteile abzuhalten, die von den anderen Eingetümern Aareal Bank, JP. Morgan und J.H. Whitney zum Kauf angeboten werden. Nach Informationen aus unternehmensnahen Kreisen haben die beiden Verlage zwar Interesse am mit Abstand größten deutschen Internetportal für Immobilienanzeigen gezeigt, doch die Telekom habe den Unternehmen mit der Ausübung ihres Vetorechts gedroht. Damit ist der Verkauf an die Verlage unwahrscheinlich geworden.

Das Vetorecht besitzt die Telekom, da sie mit ihrer Scout24-Gruppe selbst im Geschäft mit Kleinanzeigen im Internet tätig ist. Darüber hinaus besitzt der Telefonkonzern ein Vorkaufsrecht für die restlichen Anteile. Da die Telekom nach dem Wechsel an der Unternehmensspitze von Kai-Uwe Ricke zu René Obermann zurzeit selbst umstrukturiert wird, möchte sich das Unternehmen die Option offen halten, entweder die Anteile an Immobilienscout24 – möglichst unter dem Marktpreis – selbst zu kaufen oder später die ganze Scout-Gruppe inklusive Immobilienscout-Anteil zu verkaufen, falls diese nicht mehr zum Kerngeschäft gehören sollte. In diesem Fall wäre ein Finanzinvestor, der auch schnell zum Wiederausstieg aus dem Unternehmen bereit ist, ein weit angenehmerer Partner für die Telekom als ein strategischer Investor wie Springer oder Holtzbrinck.

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