27.12.2004 · Als ob Viren, Würmer und Spam-E-Mails die Internet-Nutzer nicht schon genug Zeit und Nerven kosteten, taucht eine weitere Internet-Plage auf: Spyware. Das Problem: Die meisten Nutzer wissen gar nichts davon.
Als ob Viren, Würmer und Spam-E-Mails die Internet-Nutzer nicht schon genug Zeit und Nerven kosteten, hat sich in den vergangenen Monaten eine weitere Internet-Plage dazugesellt: Spyware heißen die neuen Spionageprogramme, die meist unbewußt mit einem Software-Download auf die heimische Festplatte gelangen, um das Surfverhalten des Nutzers auszuspionieren. Spyware ist flexibel: Im einfachen Fall ermittelt die Software die Vorlieben des Nutzers, um ihn anschließend mit scheinbar personalisierter Werbung zu belästigen. Spyware kann den Nutzer aber auch auf gefälschte Internet-Seiten leiten oder die Tastatureingaben der Paßwörter mitschneiden.
80 Prozent haben Spyware auf dem Rechner
Spyware ist inzwischen weiter verbreitet, als die meisten Internet-Nutzer glauben. Nach einer Untersuchung des Online-Dienstes AOL und der Cyber Security Alliance in den Vereinigten Staaten behaupteten zwar 77 der befragten Nutzer, vor Online-Angriffen geschützt zu sein, aber 80 Prozent der Computer der Befragten sei mit Spyware infiziert gewesen. 88 Prozent der Computerbesitzer hätten nicht gewußt, daß ihre Rechner befallen seien. Nach Ansicht des Softwareunternehmens Computer Associates gelangen die meisten Spyware-Programme beim Herunterladen der Tauschbörsen-Anwendung Kazaa auf die heimischen Festplatten. Spyware wird aber auch gerne an andere frei verfügbare Software angehängt und unbeachtet verteilt.
Viel große Softwareanbieter sind von der Spyware-Welle überrascht worden und kaufen nun hastig spezialisierte Anti-Spyware-Anbieter, um ihre Lücke im Produktportfolio zu schließen. Zum Beispiel hat der weltgrößte Softwareanbieter Microsoft Mitte Dezember das amerikanische Unternehmen Giant Company Software gekauft, das sich auf Programme gegen Spyware spezialisiert hat. Auch der weltgrößte Online-Dienst AOL bietet seinen Kunden ein kostenloses Programm gegen Spyware an.
Überraschende Werbung
Nach Angaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik macht Spyware den Computer langsamer, öffnet Werbefenster, die in keinem erkennbaren Zusammenhang zur besuchten Internet-Seite stehen und und stellt selbständig Verbindungen zum Internet her. Außerdem melde die Firewall in solchen Fällen häufig Versuche unbekannter Programme, eine Verbindung ins Internet herzustellen. Das Bundesamt gibt Hinweise auf kostenlose Programme zur Säuberung der Festplatte.
Sollen Kinderlose einen „Solidarzuschlag" zahlen?
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.848,03 | +1,42% |
| FAZ-INDEX | 1.526,72 | +1,43% |
| TecDAX | 778,36 | +0,73% |
| MDAX | 10.441,40 | +1,41% |
| SDAX | 5.048,27 | +1,17% |
| REX | 422,26 | −0,26% |
| Eurostoxx 50 | 2.520,31 | +1,24% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 81,56 | +1,37% |
| Dow Jones | 12.930,40 | +0,20% |
| Nasdaq 100 | 2.580,22 | −0,47% |
| S&P500 | 1.358,04 | +1,10% |
| Nikkei225 | 9.384,17 | +1,58% |
| EUR/USD | 1,3152 | +0,18% |
| Rohöl Brent Crude | 119,18 $ | −0,72% |
| Gold | 1.713,00 $ | 0,00% |
| Bund Future | 138,41 € | −0,22% |