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Internet-Sicherheit E-Mail-Attacke gegen Kunden der Deutschen Bank

26.08.2004 ·  Online-Kunden der Deutschen Bank sind abermals Ziel einer sogenannten Phishing-Attacke geworden. Absender einer obskuren E-Mail wollten Bankkonten der Internet-Nutzer leerräumen.

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Online-Kunden der Deutschen Bank sind abermals Ziel einer sogenannten Phishing-Attacke geworden. In der Nacht auf den 25.August haben Unbekannte gefälschte E-Mails mit der Absenderadresse "support§deutsche-bank.de" an viele Internet-Nutzer gesendet. Darin werden die Nutzer in holprigem Deutsch aufgefordert, zur Überprüfung der Sicherheit des Online-Bankings die Internet-Seite der Deutschen Bank aufzusuchen und dort neben der Kontonummer auch die persönliche Identifikationsnummer (PIN) sowie eine Transaktionsnummer (TAN) einzugeben.

Der angegebene Link führt den Nutzer aber nur scheinbar auf die Internet-Seite der Deutschen Bank. In Wahrheit wird der Nutzer auf eine gefälschte Seite gelockt, die der Deutschen-Bank-Seite ähnelt. Die Absender der gefälschten E-Mails wollen mit dieser Methode die Bankkonten der Internet-Nutzer leerräumen. Nach Angaben der Deutschen Bank sei die betreffende Internet-Seite bereits um 8.30 Uhr vom Netz genommen worden.

Phishing immer häufiger

Diese Form des versuchten Betrugs wird "Phishing" genannt, eine Wortschöpfung aus den englischen Wörten "Password" und "Fishing". Phishing hat in den vergangenen Monaten stark zugenommen und ist nun auch in Deutschland häufig zu beobachten. Erst Ende der vergangenen Woche haben Kunden der Deutschen Bank und der Postbank ähnliche E-Mails bekommen (Siehe F.A.Z. vom 23. August). Auch Kunden des Internet-Marktplatzes Ebay und der Ebay-Tochtergesellschaft Paypal sind häufig Ziele. Die Banken und Internet-Händler weisen darauf hin, daß sie ihre Kunden niemals in einer E-Mail nach vertraulichen Kontodaten fragen. Außerdem wird empfohlen, nie auf Links in E-Mails zu klicken. Statt dessen empfehlen Sicherheitsexperten, die Internet-Adresse der Banken direkt in die Adreßzeile des Browsers einzutippen oder als Lesezeichen aufzurufen. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Gartner sind weltweit Banken, Kreditkartenunternehmen und Internet-Nutzern bereits Schäden von rund 1,2Milliarden Dollar entstanden. In Deutschland sind bisher keine Schäden bekannt geworden.

Quelle: ht., Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. August 2004
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