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Internet „Rekordumsätze und robuste Margen“ für Google

22.10.2004 ·  Der amerikanische Internetkonzern Google hat in seinem ersten Quartalsbericht nach dem Börsengang seinen Gewinn und Umsatz mehr als verdoppelt. Der Gewinn pro Aktie stieg von acht auf 19 Cent.

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Die weltgrößte Internetsuchmaschinen-Firma Google Inc. hat ihren Gewinn und Umsatz im dritten Quartal dank hoher Werbeeinnahmen und steigender Nutzerzahlen mehr als verdoppelt. Damit hat Google am Donnerstag nach Börsenschluß bei der Vorlage seiner ersten Quartalsergebnisse seit ihren Börsengang vor wenigen Wochen die Analystenerwartungen übertroffen.

Die Gesellschaft machte mit einer Fortsetzung des Höhenflugs ihrer Aktien an der Wall Street Furore. Google mit Sitz in Mountain View (Kalifornien) verdiente in dem am 30. September beendeten Dreimonatsabschnitt 52 Millionen Dollar (41,2 Mio Euro) gegenüber 20,4 Millionen Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich auf 19 (Vorjahresvergleichszeit: acht) Cent. Dies hat Google am Donnerstag nach Börsenschluß bekannt gegeben. Klammert man Sonderbelastungen aus, dann hätte Google 45 Cent je Aktie verdient.

Mehr als doppelt so viel wert wie GM

Der Quartalsumsatz erhöhte sich um 105 Prozent auf 805,9 Millionen Dollar. Der Neunmonatsumsatz lag bei 2,2 (0,94) Milliarden Dollar und der Neunmonatsgewinn bei 195 (78,4) Millionen Dollar oder 73 (31) Cent je Aktie. Google macht im Gegensatz zu anderen amerikanischen Unternehmen keine Umsatz- und Gewinnprognosen. Die Google-Aktien legten nachbörslich nochmals um acht Prozent auf 161,30 Dollar zu, nachdem sie am Donnerstag im regulären Handel bereits um 8,89 Dollar in die Höhe geschossen waren. Die Google-Aktien sind damit nach derzeitigen Börsenkursen insgesamt 44,22 Milliarden Dollar wert oder mehr als doppelt soviel wie die Aktien des weltgrößten Autoherstellers General Motors.

Mitarbeiter als Multimillionäre

Google beschäftigt 2668 (2292) Mitarbeiter. Viele von ihnen sind zu Multimillionären geworden. Google hat momentan 1,86 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln und kurzfristigen Investments in der Kasse. Das Unternehmen hatte bei seiner Erstemission in Form einer Internet-Aktienauktion Aktien zu 85 Dollar je Stück offeriert. Seither hat sich der Kurs der Aktien fast verdoppelt.

Die beiden 31 Jahre alten Firmengründer Sergey Brin und Larry Page haben nach derzeitigen Kursen mit ihren großen Google-Beteiligungen Vermögen von jeweils etwa sechs Milliarden Dollar. Google und Frühinvestoren hatten bei dem Börsengang 22,6 Millionen Aktien oder mehr als acht Prozent der Aktien angeboten.

Google-Sites brachten im dritten Quartal 411,7 Millionen Dollar Umsatz oder 51 Prozent des Gesamtumsatzes. Werbeumsätze auf den Sites von Google-Partnern brachten 384,3 Millionen Dollar. Die so genannten Akquisitionskosten, sprich die Abgaben an die Partnerfirmen, erhöhten sich auf 302 (143,5) Millionen Dollar. Google-Chef Eric Schmidt verwies auf „Rekordumsätze und robuste Margen“. Er gab sich angesichts technologischer Innovationen und Marktmöglichkeiten für die Zukunft sehr optimistisch.

Die Internetfirma Yahoo und Microsoft versuchen Google angesichts des lukrativen und rasant wachsenden Suchmaschinen-Werbegeschäft auf dem Internet verstärkt Konkurrenz zu machen. Yahoo, die Nummer zwei im Internetsuchmaschinen-Bereich, hatte in diesem Jahr seine eigene Suchmaschine eingeführt. Microsoft entwickelt ebenfalls für seinen Onlinedienst MSN eine eigene „Search Engine“. Google hat seinerseits mit „GMail“, sprich einem kostenlosen E-Mail-Dienst mit hohen Kapazitäten gekontert. Die Gesellschaft hat gerade kostenlose Software angeboten, die es Nutzern ermöglicht, Files auf ihren eigenen Computern aufzustöbern. Damit kommt Google Microsoft direkt ins Gehege.

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Abschied ohne Schock

Von Holger Steltzner

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