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Internet Phishing-Methoden werden immer raffinierter

29.11.2004 ·  Die Methoden, Sicherheitsvorkehrungen für das Online-Banking zu unterlaufen, werden immer raffinierter. Kriminelle bauen Internet-Seiten der Banken identisch nach und schon das Öffnen einer E-Mail kann Trojaner aktivieren.

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Die Methoden, die Persönliche Identifikationsnummer (PIN) und die passende Transaktionsnummer (TAN) für das Online-Banking vom Rechner eines Internet-Nutzers zu stehlen, werden immer raffinierter.

Nach Angaben des Sicherheitsspezialisten Surf Control nutzen Kriminelle inzwischen Fehler in den Internet-Seiten der Banken, um den Inhalt der Seite durch eigene Inhalte auszutauschen, wobei die Internet-Adresse der Bank erhalten bleibt. Damit entspricht das Erscheinungsbild der gefälschten Internet-Seite exakt dem Original. "Das ist zweifellos eine der ausgefeiltesten Techniken, mit denen wir es je zu tun hatten", sagt Gernot Huber von Surf Control.

Es genügt das Öffnen einer E-Mail

"Bisher hatte ein informierter Computer-Nutzer die Chance, eine verdächtige Adresse zu erkennen, wenn er genügend Vorsicht walten ließ. Erschreckend ist auch, daß die Betrüger immer mehr Wege nutzen, um an ihre Opfer zu gelangen - sei es via Internet, E-Mail oder Instant Messaging", sagte Huber. Schon etwa 8 Prozent der Spam-Fingerprints in der Surf-Control-Datenbank sind mittlerweile Phishing-E-Mails. Seit Januar 2004 bedeutet das eine Steigerung um 1.200 Prozent. Ähnliche Wachstumsraten meldet auch die Anti Phishing Working Group, die zwischen Juni und September ein Wachstum der Phishing-Mails um 25 Prozent im Monat festgestellt hat.

Nach Angaben des britischen Sicherheitsunternehmens Messagelabs reicht inzwischen schon das Öffnen einer E-Mail, um ein entsprechendes Spionageprogramm (Trojaner) im Hintergrund zu Starten. Beim nächsten Anmelden auf der Bank-Website werden die Nutzer automatisch zu einer betrügerischen Website geleitet, warnt Messagelabs. Bisher mußten die Nutzer auf den Link zu einer Website klicken, die der tatsächlichen Seite täuschend ähnlich sah. Die Zahl der gefährlichen E-Mails sei noch gering. Sollte die Methode Erfolg haben, werde die Zahl wahrscheinlich steigen, erwartet Messagelabs.

Anti Phishing Working Group: www.antiphishing.org

Quelle: ht., Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.11.2004, Nr. 279 / Seite 21
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