09.07.2006 · In einem neuen Anlauf will die Bundesnetzagentur die Frequenzen für den schnellen drahtlosen Internetzugang Wimax verteilen. Wie bei UMTS stehen die Bewerber Schlange: 1221 Unternehmen wollen das Internet per Funk.
In einem neuen Anlauf will die Bundesnetzagentur die Frequenzen für den schnellen drahtlosen Internetzugang - auch Broadband Wireless Access oder BWA genannt - verteilen. Der erste Versuch war Anfang des Jahres gescheitert, da sich erheblich mehr Interessenten gemeldet hatten, als Frequenzspektrum vorhanden war. Nach Angaben der Behörde meldeten sich 1221 Interessenten, die diese Frequenzen entweder regional oder bundesweit nutzen wollen.
DSL-Alternative auf dem Land
Auf den BWA-Frequenzen lassen sich schnelle Internetzugänge zum Beispiel mit der Wimax (Worldwide Interoperability for Microwave Access) genannten Technik realisieren. Mit Wimax wird eine schnelle Datenübertragung in einem großen Umkreis um einen einzelnen Sender ermöglicht. So kann eine Versorgung von Gebieten mit einer DSL-ähnlichen Datengeschwindigkeit erreicht werden, ohne neue Kabel verlegen zu müssen, was gerade auf dem Land attraktiv erscheint.
Die Angaben über die erzielbaren Datenraten und über die Entfernung, die damit überbrückt werden kann, schwanken. So war ursprünglich von einer Datengeschwindigkeit von 50 Megabit in der Sekunde im Umkreis von 70 Kilometern um die Sendestation die Rede. Heute begrenzen sich realistische Szenarien auf bis zu 5 Megabit in einem Umkreis von 5 bis 10 Kilometern. Aber auch diese abgespeckten Erwartungen lösen offenbar bei vielen Unternehmen Begehrlichkeiten aus.
Wer ersteigert, muß auch anbieten
Die Bundesnetzagentur wird die Frequenzen jetzt in einer simultanen, mehrstufigen Auktion versteigern. Die Interessenten können dabei für eine oder mehrere von 16 Regionen bieten, die in der Summe das ganze Bundesgebiet abdecken. Ziel ist es, die Frequenzvergabe noch in diesem Jahr durchzuführen, heißt es in einer Mitteilung. Die Vergabe wird gleichzeitig an eine Versorgungspflicht gekoppelt. So müssen die Anbieter bis zum Jahr 2009 rund 15 Prozent und bis 2011 etwa 25 Prozent der Gemeinden in der jeweiligen Region mit den breitbandigen Funkanschlüssen erreichen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.380,66 | −0,97% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2443 | −0,37% |
| Rohöl Brent Crude | 104,94 $ | −1,79% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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