Home
http://www.faz.net/-gqm-shc9
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Montag, 13. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Internet Microsoft verpaßt Google eine Niederlage

02.05.2006 ·  Der Konkurrenzkampf zwischen Microsoft und Google bei der Internet-Suche wird schärfer. Der weltgrößte Internethändler Amazon greift nicht mehr auf die Technologie von Google zurück, sondern setzt ab sofort Microsoft ein.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (1)

Der Konkurrenzkampf zwischen Microsoft und Google bei der Internet-Suche wird schärfer. Der weltgrößten Internethändler Amazon greift bei seinen amerikanischen Seiten für seine Suche nicht mehr auf die Technologie des Marktführers Google zurück, sondern setzt ab sofort ein neues Produkt von Microsoft ein.

Die Verträge mit Google seien ausgelaufen, die MSN-Software biete eine „sehr interessante, starke Internet-Suchoption“, sagte David Tennenbaum, Chef der Amazon-Suchmaschine A9, der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Amazon sei ständig auf der Suche nach neuen Angeboten, um sie auf seiner Webseite zu integrieren.

Microsoft geht in die Offensive

Die Vereinbarung sei Teil eines allgemeineren Plans, die Windows-Live-Suche mehr Verbrauchern anzubieten, sagte Microsoft- Manager Justin Osmer der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Die Amazon-Suche A9 arbeitet unter anderem mit Landkarten und Nachrichten. Auf der Film- und Shoppingseite von Amazon gibt es Links zu A9.

Dem Marktforschungsunternehmen Nielsen/NetRatings zufolge hält Google derzeit in Nordamerika 49 Prozent des Suchmaschinenmarktes, Microsoft dagegen nur 11 Prozent.

Google reicht Beschwerde bei Wettbewerbshütern ein

Auch mit der neuen Version seines Internet Explorers will Microsoft weiter an Boden gewinnen. Dagegen hat sich Google einem Bericht der „San Jose Mercury News“ zufolge bereits bei den Wettbewerbshütern in Europa und den Vereinigten Staaten beschwert. Microsofts neuer Browser Internet Explorer 7 solle eine Suchbox enthalten, bei der zum Teil Microsofts eigene Suchmaschine MSN Search vorinstalliert ist.

Wer mit Google direkt über die Explorer-Funktionen suchen wolle, müsse eine Liste von zwei Dutzend Angeboten durchgehen, hieß es. Google sieht das dem Bericht zufolge als eine erhebliche Behinderung im Wettbewerb an. „Unsere stärksten Befürchtungen betreffen den Nutzer“, zitiert die Zeitung Google- Managerin Marissa Mayer. „Unternehmen sollten zum Vorteil der Nutzer mit der Qualität ihrer Suchservices in Wettbewerb treten.“

Quelle: FAZ.NET mit Material von Bloomberg, dpa, Reuters
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Mit Schulden

Von Johannes Ritter

Die Stadt Hamburg will ihren Anteil an der Reederei Hapag-Lloyd aufstocken. Solche ordnungspolitischen Sündenfälle haben in der Hansestadt Tradition. Mehr 2

10.02.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.692,96 −1,41%
 OK