Der Online-Händler Amazon hat nach der Vorlage seines Quartalsberichts ein Kursfeuerwerk erlebt, ganz anders als bei den letzten Zahlen vor drei Monaten, als die Aktie dramatisch an Wert verlor. Das Verblüffende an der unterschiedlichen Reaktion: Die Quartalsberichte waren sehr ähnlich. Amazon hat beide Male die Umsätze stark ausgeweitet, sogar mit fast der gleichen Wachstumsrate. Der Gewinn dagegen ist in den zwei Quartalen dramatisch gefallen.
Aber offenbar lag nach der Enttäuschung vor drei Monaten die Messlatte an den Finanzmärkten tiefer. Das grundsätzliche Bild hat sich indessen kaum gewandelt, und es hat Schattenseiten: Amazon weist seit Jahren mickrige Gewinne aus. Das Unternehmen investiert massiv in sein Wachstum, ob nun in Form von neuen Warenlagern oder Kampfpreisen für Geräte wie den Taschencomputer Kindle Fire.
Der langfristige Horizont ist anerkennenswert, nur ist das Vertrösten auf die Zukunft bei Amazon zu einem Dauerzustand geworden. Erschwerend kommt hinzu, dass Amazon zur Geschäftsentwicklung seiner Investitionsschwerpunkte wie dem Kindle so wenig Angaben macht. Aktionäre müssen blindes Vertrauen in das Management mitbringen.
Amazon.com ist...
Thomas Kobler (ThomasKobler)
- 27.04.2012, 19:06 Uhr
Ist doch egal ...
Chris Heidrich (Rockwilder1979)
- 27.04.2012, 16:31 Uhr
Sind Sie zufällig Amazon Aktionär?
Roman Schirling (RS77)
- 27.04.2012, 12:23 Uhr