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Internet Google überdenkt E-Mail-Service

14.04.2004 ·  Nach immer heftiger werdender Kritik von Datenschützern erwägt die Internetgesellschaft Google Veränderungen bei ihrem neuen E-Mail-Service.

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Nach immer heftiger werdender Kritik von Datenschützern erwägt die Internetgesellschaft Veränderungen bei ihrem neuen E-Mail-Service. Gründer und Präsident Sergey Brin sagte gegenüber dem Wall Street Journal, Google denke über einen Strategiewechsel für den in einer Testphase befindlichen Service mit dem Namen "G-Mail" nach.

Ende März hatte das Unternehmen angekündigt, zunächst testweise einen kostenlosen E-Mail-Service anzubieten, der dem Nutzer deutlich mehr Speicherplatz bietet als konkurrierende Angebote von Yahoo oder dem Microsoft-Dienst Hotmail. Für Entrüstung sorgte dabei, daß Google das Angebot über Werbung finanziert, die sich am Inhalt der E-Mails orientiert. Demnach würden eingehende E-Mails vom Google-System automatisch nach Schlüsselbegriffen durchsucht, und dem Adressaten würde dazu passende Werbung angezeigt. Der Mechanismus wäre vergleichbar zu Internetsuchen, bei denen Google wie auch andere Anbieter je nach Suchbegriff in den Ergebnislisten Anzeigen plaziert.

Seit dem Start des Tests mit rund 1000 Nutzern ist Google zunehmend von Datenschützern unter Beschuß geraten, die die Privatsphäre von Nutzern verletzt sehen. Erst am Montag kündigte eine Senatorin aus Kalifornien an, an einem Gesetzentwurf zu arbeiten, der Google den geplanten Service verbieten würde. Sergey Brin sagte nun in dem Zeitungsinterview, er könne sich vorstellen, daß Nutzern die Option eingeräumt wird, keine gezielte Werbung zu empfangen. Der Service werde in der Testphase je nach den Reaktionen der Testnutzer modifiziert.

Quelle: lid., Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.04.2004, Nr. 88 / Seite 14
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Von Holger Steltzner

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