Home
http://www.faz.net/-gqm-py0j
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Sonntag, 19. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Internet Google sucht händeringend Software-Entwickler

09.03.2005 ·  Google hat den Software-Ingenieur Mark Lucovsky von Microsoft angeworben. Dort hatte er das Betriebssystem Windows NT mitentwickelt. Doch der Suchmaschinenbetreiber findet nur schwer qualifizierte Bewerber.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Der Betreiber von Internet-Suchmaschinen Google Inc. unternimmt derzeit große Anstrengungen, Computerprogrammierer einzustellen, um neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Ein Google-Sprecher bestätigte, daß das Unternehmen den Software-Ingenieur Mark Lucovsky von Microsoft Corp. angeworben habe. Lucovsky war eines der sechs Teammitglieder, die das Betriebssystem Windows NT entwickelt haben. Allerdings hat Google nach eigenen Angaben Schwierigkeiten, qualifizierte Bewerber in ausreichender Zahl zu finden.

"Es ist unglaublich schwer, so jemanden von Microsoft loszueisen", sagte Rob Enderle, Analyst bei dem Marktforschungsunternehmen Enderle Group in San Jose, Kalifornien. "Solche Spitzentalente bringen nicht nur ein besseres Produkt, sondern wecken auch das Interesse der Anleger an einem Unternehmen." Lucovsky hat nach eigener Auskunft 16 Jahre bei Microsoft gearbeitet. Dort wurde ihm im Juli 2000 der Ehrentitel "Distinguished Engineer" verliehen. Diese Auszeichnung erhalten Microsoft-Mitarbeiter, die "außergewöhnlich wichtige" Beiträge zu Produkten und Technologie des Unternehmens geleistet haben.

Auf ungewöhnliche Wege verfallen

Bei der Suche nach neuen Mitarbeitern ist Google auch auf ungewöhnliche Wege verfallen. So war beispielsweise auf einer Plakatwand an der Autobahn zwischen der Firmenzentrale in Mountain View und San Francisco ein mathematisches Problem dargestellt. Wer es lösen konnte, wurde auf eine Website mit Jobangeboten bei Google weitergeleitet.

"Wir investieren zuwenig, weil wir nicht genug Leute bekommen", sagte Sergey Brin, Mitbegründer von Google, auf der ersten Analystenkonferenz des Suchmaschinenbetreibers Anfang Februar. Der Aktienkurs von Google legte zum Wochenauftakt 1,6 Prozent auf 188,81 Dollar zu. Der Suchmaschinenbetreiber war erst im August an die Börse gegangen. Seitdem hat sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt. Die Einstellung von Lucovsky dürfte Google helfen, Produkte für größere Unternehmen zu entwickeln. Dazu gehören nach Einschätzung von Analysten beispielsweise Anwendungen, um Unternehmensnetze und -dateien zu durchsuchen.

Quelle: F.A.Z., 09.03.2005, Nr. 57 / Seite 18
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Der Zufall hat geholfen

Von Werner Sturbeck

Trotz extremer Kälte in der ersten Februarhälfte ist die Stromversorgung in Deutschland nirgends zusammengebrochen. Das lag an einer Ballung günstiger Zufälle, die bestandene Nagelprobe darf nicht zum Erfolg der Energiewende schön geredet werden. Mehr

17.02.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.848,03 +1,42%
 OK
Umfrage

Sollen Kinderlose einen „Solidarzuschlag" zahlen?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

17.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.848,03 +1,42%
FAZ-INDEX 1.526,72 +1,43%
TecDAX 778,36 +0,73%
MDAX 10.441,40 +1,41%
SDAX 5.048,27 +1,17%
REX 422,26 −0,26%
Eurostoxx 50 2.520,31 +1,24%
F.A.Z. EURO INDEX 81,56 +1,37%
Dow Jones 12.949,90 +0,35%
Nasdaq 100 2.584,24 −0,31%
S&P500 1.361,23 +0,23%
Nikkei225 9.384,17 +1,58%
EUR/USD 1,3138 +0,07%
Rohöl Brent Crude 119,95 $ −0,08%
Gold 1.723,00 $ +0,58%
Bund Future 138,50 € −0,16%