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Internet Google sucht händeringend Software-Entwickler

 ·  Google hat den Software-Ingenieur Mark Lucovsky von Microsoft angeworben. Dort hatte er das Betriebssystem Windows NT mitentwickelt. Doch der Suchmaschinenbetreiber findet nur schwer qualifizierte Bewerber.

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Der Betreiber von Internet-Suchmaschinen Google Inc. unternimmt derzeit große Anstrengungen, Computerprogrammierer einzustellen, um neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Ein Google-Sprecher bestätigte, daß das Unternehmen den Software-Ingenieur Mark Lucovsky von Microsoft Corp. angeworben habe. Lucovsky war eines der sechs Teammitglieder, die das Betriebssystem Windows NT entwickelt haben. Allerdings hat Google nach eigenen Angaben Schwierigkeiten, qualifizierte Bewerber in ausreichender Zahl zu finden.

"Es ist unglaublich schwer, so jemanden von Microsoft loszueisen", sagte Rob Enderle, Analyst bei dem Marktforschungsunternehmen Enderle Group in San Jose, Kalifornien. "Solche Spitzentalente bringen nicht nur ein besseres Produkt, sondern wecken auch das Interesse der Anleger an einem Unternehmen." Lucovsky hat nach eigener Auskunft 16 Jahre bei Microsoft gearbeitet. Dort wurde ihm im Juli 2000 der Ehrentitel "Distinguished Engineer" verliehen. Diese Auszeichnung erhalten Microsoft-Mitarbeiter, die "außergewöhnlich wichtige" Beiträge zu Produkten und Technologie des Unternehmens geleistet haben.

Auf ungewöhnliche Wege verfallen

Bei der Suche nach neuen Mitarbeitern ist Google auch auf ungewöhnliche Wege verfallen. So war beispielsweise auf einer Plakatwand an der Autobahn zwischen der Firmenzentrale in Mountain View und San Francisco ein mathematisches Problem dargestellt. Wer es lösen konnte, wurde auf eine Website mit Jobangeboten bei Google weitergeleitet.

"Wir investieren zuwenig, weil wir nicht genug Leute bekommen", sagte Sergey Brin, Mitbegründer von Google, auf der ersten Analystenkonferenz des Suchmaschinenbetreibers Anfang Februar. Der Aktienkurs von Google legte zum Wochenauftakt 1,6 Prozent auf 188,81 Dollar zu. Der Suchmaschinenbetreiber war erst im August an die Börse gegangen. Seitdem hat sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt. Die Einstellung von Lucovsky dürfte Google helfen, Produkte für größere Unternehmen zu entwickeln. Dazu gehören nach Einschätzung von Analysten beispielsweise Anwendungen, um Unternehmensnetze und -dateien zu durchsuchen.

Quelle: F.A.Z., 09.03.2005, Nr. 57 / Seite 18
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