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Internet Ebay baut Geschäft mit Kleinanzeigen aus

04.07.2005 ·  Um sein Wachstumstempo hoch zu halten, kauft Ebay eine Anzeigen-Website nach der anderen. Über seine Kleinanzeigen-Gruppe Kijiji hat Ebay nun das Wiesbadener Unternehmen Opusforum erworben. Weitere Anbieter werden folgen.

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Der Internet-Marktplatz Ebay erweitert sein Geschäft mit Kleinanzeigen im Internet. Über seine Kleinanzeigen-Gruppe Kijiji hat Ebay das Wiesbadener Unternehmen Opusforum erworben, das Online-Kleinanzeigenmärkte in 55 Städten betreibt. "Kijiji ist in lokalen Märkten tätig, in denen Ebay nicht so stark ist. Dazu gehören Wohnungsvermietung, Dienstleistungen oder der Handel mit Gütern, die nicht mit der Post versendet werden können. Kijiji bringt uns in Märkte, in denen Ebay bisher nicht war", sagte Josh Silverman, Vizepräsident von New Venture in Europa für Ebay, dieser Zeitung. Zusammen erreichen Kijiji und Opusforum mehr als eine Million Internet-Nutzer in Deutschland.

Mobile.de, Craigslist.com , Rent.com, Marktplaats.nl ...

Kijiji-Seiten sind zur Zeit in mehr als 100 Städten der Welt verfügbar, unter anderem in Österreich, Kanada, China, Frankreich, Italien, Japan, Spanien, der Schweiz, Taiwan und Großbritannien. In Deutschland ist Kijiji, das auf Suaheli "Dorf" bedeutet, am 9. März an den Start gegangen. Insgesamt reichen fünf Mitarbeiter aus, um das Geschäft in Deutschland zu betreiben.

Auf der Suche nach neuen Wachstumschancen investiert Ebay seit Anfang 2004 in Online-Anzeigenmärkte. Den Anfang machte die Übernahme der deutschen Autobörse Mobile.de für 121 Millionen Euro. Im August 2004 folgte die Beteiligung an Craigslist.com, einem in Amerika sehr erfolgreichen Kleinanzeigenmarkt. Im vergangenen November kaufte Ebay dann den größten holländischen Anbieter Marktplaats.nl für 225 Millionen Euro und im Dezember die Immobilienbörse Rent.com für 415 Millionen Dollar. Zudem hat Kijiji den britischen Anzeigenmarkt Gumtree.com und den spanischen Anbieter Loquo.com übernommen.

Kijiji bleibt erst einmal kostenlos

Das Kijiji-Konzept basiert auf seiner Lokalität. Menschen können dort ihr Fahrrad verkaufen, Kontakte knüpfen, einen Babysitter suchen oder Nebenjobs vermitteln. "Zur Zeit ist Kijiji für die Nutzer vollkommen kostenlos. Wir haben auch im Moment keine Pläne, daran etwas zu ändern. Wir sind auf Wachstum ausgerichtet. Es gibt aber genügend Beispiele, wie sich Kleinanzeigenseiten im Internet finanzieren können. Craiglist berechnet zum Beispiel 75 Dollar für eine Stellenanzeige", sagte Silverman.

Quelle: F.A.Z., 04.07.2005, Nr. 152 / Seite 19
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