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Internet Arcor senkt Tarife für DSL-Anschlüsse

31.05.2007 ·  Anfang kommender Woche wird Arcor seine Tarife für schnelle DSL-Verbindungen senken. Dann soll der alte Abstand zur Telekom wieder bestehen. Auch Hansenet hat reagiert.

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Anfang kommender Woche wird das Telekommunikationsunternehmen Arcor seine Tarife für schnelle DSL-Verbindungen an das Internet senken und damit auf die neue Preise der Deutschen Telekom reagieren. „Wir werden die Telekom nicht allein lassen. Jetzt kommt die nächste Preisrunde“, sagte der Arcor-Vorstandsvorsitzende Harald Stöber während der Vorlage der Bilanzergebnisse in Frankfurt.

Konkrete Preise nannte er nicht; wahrscheinlich wird Arcor den alten Abstand zur Telekom wieder herstellen und die Preise der Pakete aus Telefon und Internet um 5 Euro je Monat senken, wie es auch Konkurrent Hansenet angekündigt hat.

245.000 DSL-Kunden im ersten Quartal

Arcor hat im vergangenen Jahr vom starken Wachstum des Breitband-Marktes profitiert. Jeder fünfte der rund vier Millionen DSL-Einsteiger hat sich im vergangenen Jahr für einen Arcor-Anschluss entschieden. Die Zahl der DSL-Kunden kletterte bis Ende März auf 2,1 Millionen.

Im ersten Quartal kamen 245 000 DSL-Kunden hinzu, deutlich mehr als beim Konkurrenten United Internet, der 90 000 Anschlüsse der Telekom unter eigenem Namen verkauft hat.

„Telekom wächst zu Lasten der Wiederverkäufer“

„Die Telekom ist sehr stark gewachsen, aber zu Lasten ihrer Wiederverkäufer. Das bestätigt unsere Strategie, auf eigene Anschlüsse zu setzen“, sagte Stöber. Nach seiner Ansicht wird die Zahl der Haushalte mit Breitband-Anschluss in diesem Jahr auf 18 Millionen und im kommenden Jahr auf mehr als 21 Millionen zunehmen. „Wir erwarten auch danach einen stabilen Wachstumstrend. Mittelfristig werden 90 Prozent aller Haushalte über einen DSL-Anschluss verfügen“, sagte Stöber.

Das Wachstum im DSL-Geschäft hat Arcor im vergangenen Geschäftsjahr (Ende März) einen Umsatzzuwachs um 10 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro gebracht. Der Konzernnüberschuss legte um 44 Millionen Euro auf 98 Millionen Euro zu; das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen betrug 394 Millionen Euro. Für dieses Geschäftsjahr sagte Stöber ein Wachstum auf dem Niveau des Vorjahres voraus.

Netzwerk der nächsten Generation

Arcor hat im vergangenen Geschäftsjahr rund 280 Millionen Euro in den Ausbau der Netze investiert und erreicht mit seiner Infrastruktur inzwischen 60 Prozent der Haushalte und Gewerbestandorte in Deutschland. In einem Jahr soll die Abdeckung auf 68 Prozent steigen, sagte Stöber.

Die Investitionen fließen vorwiegend in ein Netzwerk der nächsten Generation, das neben den Daten auch die Sprache ausschließlich über das Internet-Protokoll transportiert. „Das moderne Netz sorgt für deutliche Effizienzsteigerungen“, sagte Stöber. Dies sei auch nötig, um in dem harten Preiswettbewerb mithalten zu können.

Internet-Fernsehen trägt erst in 5 Jahren

In der zweiten Jahreshälfte wird Arcor das Internet-Fernsehen in zwölf Großstädten an den Markt bringen, das 50 kostenlose Programme und 70 Zahlprogramme umfasst. Stöber warnte aber vor zu hohen Erwartungen. „2008 wird das Internet-Fernsehen sicher kein Garant für das Wachstum im DSL-Markt sein. Erst in fünf bis sieben Jahren wird Internet-Fernsehen zum Wachstumsträger“, erwartet Stöber.

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Von Johannes Ritter

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