Home
http://www.faz.net/-gqm-t3xj
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Donnerstag, 16. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Internet AOL entläßt Technologie-Chefin

22.08.2006 ·  Nach der Datenpanne bei AOL vor zwei Wochen hat der Internetriese nun personelle Konsequenzen gezogen. Doch der Skandal und schlechte Geschäftszahlen kratzen weiter am Ruf des ohnehin angeschlagenen Konzerns.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Die Technologie-Chefin von AOL, Maureen Govern, muß nach einer Datenpanne ihren Hut nehmen. Wie aus einer internen Mitteilung des Konzerns hervorgeht, hat Govern ihren Posten mit sofortiger Wirkung verlassen.

Zudem wurden zwei Mitarbeiter fristlos entlassen. Hintergrund für den Abgang von Govern ist die versehentliche Veröffentlichung von persönlichen Daten von mehr als 650.000 AOL-Kunden vor knapp zwei Wochen. Die Technologie-Chefin war nur knapp ein Jahr im Amt.

Debatte über Datensicherheit

„Wir unternehmen nun angemessene Schritte bei den verantwortlichen Mitarbeitern“, schreibt AOL-Chef Jonathan Miller in der internen Mitteilung. Govern war in der Internetsparte vor allem für die Veröffentlichung von Daten verantwortlich. Das Datenleck hatte eine Debatte über die Sicherheit von Daten im Internet ausgelöst.

Ein Mitarbeiter hatte die Informationen in einen öffentlichen Bereich gestellt, wo diese von Internetnutzern entdeckt und weiterverbreitet wurden. Mittlerweile existieren spezielle Suchseiten mit den Daten der AOL-Kunden.

Neue Richtlinien für die Datenspeicherung

Dem verantwortlichen Mitarbeiter und seinem direkten Vorgesetzten wurde gekündigt. Das Amt des Technologie-Chefs übernimmt übergangsweise Governs Vorgänger John McKinley. McKinley ist aktuell bei der Onlinesparte Präsident für den Bereich „Digital Services“.

Unternehmenschef Miller kündigte in einer Email an die Mitarbeiter an, daß solche Vorfälle mit einer Reihe von Maßnahmen künftig verhindert werden sollen. Zudem werde eine Task Force neue Richtlinien erarbeiten und untersuchen, wie lange AOL Suchdaten aufheben sollte.

Ohnehin angeschlagener Ruf

Der Skandal kratzt am ohnehin bereits angeschlagenen Ruf des Internetriesen. AOL hat im Kampf um die Werbekunden gegen seine Hauptkonkurrenten Yahoo und Google an Terrain verloren und sah sich deshalb Anfang August gezwungen, die Streichung von weltweit rund 5.000 Stellen in den kommenden sechs Monaten anzukündigen.

Um sich im harten Wettbewerb um das Anzeigengeschäft im Internet besser behaupten zu können, arbeitet das Unternehmen derzeit an einem radikalen Strategiewechsel. Breitbandkunden soll die Nutzung von Email- und Multimediadiensten künftig nicht mehr in Rechnung gestellt werden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Dow Jones, dpa und AFP
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Hamburger Herz

Von Johannes Ritter

Hamburg investiert in Hapag-Lloyd 420 Millionen Euro. Die Aktion passt nicht zum Versprechen, den hoch verschuldeten Haushalt in Ordnung zu bringen. Vor allem aber ist sie überflüssig, vielleicht sogar schädlich. Mehr

15.02.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.757,94 +0,44%
 OK
Umfrage

Sollen Kinderlose einen „Solidarzuschlag" zahlen?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

16.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.757,94 +0,44%
FAZ-INDEX 1.508,12 +0,49%
TecDAX 780,92 +0,91%
MDAX 10.353,00 +0,97%
SDAX 5.020,82 −0,06%
REX 421,24 −0,10%
Eurostoxx 50 2.493,96 +0,23%
F.A.Z. EURO INDEX 80,55 +0,36%
Dow Jones 12.781,00 −0,76%
Nasdaq 100 2.556,01 −0,75%
S&P500 1.343,23 −0,54%
Nikkei225 9.238,10 −0,24%
EUR/USD 1,3014 −0,36%
Rohöl Brent Crude 118,95 $ −0,08%
Gold 1.733,00 $ +0,64%
Bund Future 139,29 € +0,17%