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Immer beliebter : Musik kommt heutzutage aus dem Internet

  • -Aktualisiert am
Das SoundTouch-System von Bose (400-700 Euro) lässt sich direkt mit dem drahtlosen Internet verbinden. Es eignet sich gut zum Empfang von Internetradiosendern. Dienste wie Spotify müssen noch über iPod oder iPad abgespielt werden, sollen aber bald integriert werden. Bilderstrecke

Eigene Plattensammlung aus dem Netz

Neben Diensten wie Spotify gibt es unzählige weitere Möglichkeiten, Musik über das Internet abzuspielen. Internetradios wie Last.fm benötigen zum Beispiel nur einen Lieblingstitel des Hörers, um eine Radiostation um dessen Musikgeschmack herum zu erfinden. Wer Live-Aufnahmen mag, wird am ehesten bei Youtube fündig, obwohl viele Titel in Deutschland wegen der Gema-Regeln noch nicht zugänglich sind.

Wen diese Möglichkeiten motivieren, seine eigene Plattensammlung mit Musik aus dem Netz zu ergänzen, kann die Dienste auch als Alternative zur klassischen Stereoanlage zu Hause nutzen. Die einfachste Lösung ist es, Laptop, Tablet oder Smartphone per Kabel an den hauseigenen Verstärker anzuschließen, damit die digitale Musik weniger scheppert.

Wer seine elektronischen Geräte nicht ständig neben der Musikanlage aufbewahren will, schafft sich am besten ein drahtloses Hifi-System an. Das bisher umfassendste bietet die Firma Sonos. Über deren drahtloses Lautsprechersystem kann man Musik aus allen Quellen (so neben Streaming-Diensten auch Internet-Radios oder schlicht die eigene digitalisierte Musiksammlung) in der ganzen Wohnung abspielen.

Zugriff auf unterschiedliche Musikquellen

Das funktioniert, indem man ein Brückenelement an den häuslichen W-Lan-Router anschließt. Dadurch baut sich ein eigenes System auf, das die in der Wohnung verteilten Lautsprecher miteinander verbindet. Über eine spezielle Software, die mitgeliefert wird, erlaubt man dem System den Zugriff auf die unterschiedlichen Musikquellen. Je nach Geschmack kann man dann seinen PC, sein Smartphone oder ein Tablet mit dem Netzwerk verbinden und jeden Lautsprecher einzeln ansteuern – dazu dient eine Controller-App, die man sich kostenlos herunterladen kann. So läuft dann in der Küche Bruce Springsteen, im Wohnzimmer Beethoven und im Schlafzimmer Norah Jones – oder auch überall dasselbe.

Das System lässt sich beliebig erweitern: Neben Lautsprechern in unterschiedlichen Größen gibt es auch Verstärkerelemente oder Spezialgeräte zur besseren Wiedergabe tieferer Tonlagen. Das lohnt sich bisher allerdings weniger, wenn die Quelle ein Streaming-Dienst ist. Über den Sonos-Verstärker Musik von Spotify zu hören, das sei ein bisschen „wie Formel- 1-Reifen an einen Opel schrauben“, finden Fachleute.

Wer die drahtlosen Hifi-Systeme zu aufwendig oder zu teuer findet, kann auch kleiner anfangen. Viele Hersteller bieten Lautsprecher an, die sich über Bluetooth mit Computer oder Smartphone verbinden lassen. Sie kann man einfach aufstellen und mit einem Bluetooth-fähigen Gerät ansteuern, auf dem man entweder Musik gespeichert oder die App von Spotify installiert hat. Lautsprecher wie der „Deck“ können sich sogar mit mehreren Smartphones auf einmal verbinden. Den Plattenspieler sollte man dennoch nicht abschaffen. Wer weiß, wann einen wieder die Sehnsucht nach dem gemütlichen Knistern packt?

Musik aus dem Internet ...

1. Spotify: bekanntester Streamingdienst aus Schweden mit über 20 Mio. Musiktiteln
Mit einer E-Mail-Adresse auf spotify.com ein Konto erstellen, um den Webdienst zu nutzen. Für Smartphones und Tablets die Spotify-App herunterladen. Kosten: 0 bis 9,99 Euro/Monat Auf simfy.de auswählen, ob man die mobile oder die Desktop-Version nutzen will, werbefinanziert oder per Abo, dann Konto erstellen. Kosten: 0 bis 9,99 Euro/Monat

2. Simfy: deutscher Streaming-Dienst mit rund 25 Mio. Musiktiteln
Auf simfy.de auswählen, ob man die Mobile- oder die Desktop-Version nutzen will, werbefinanziert oder per Abo, dann Konto erstellen. Kosten 0 bis 9,99 Euro.

3.Youtube: Videoportal mit vielen Musikvideos und Live-Mitschnitten
Auf youtube.com nach Titeln oder Künstlern suchen, gewünschtes Video auswählen und abspielen. Kostenlos

4. Vevo: deutsches Musikvideo-Portal, rund 75 000 Videos im Angebot
Bei vevo.com nach Videos suchen und sie abspielen. Um Wiedergabelisten mit Lieblingsvideos zu erstellen, muss man sich registrieren oder die Seite mit dem Facebook-Profil verbinden. Kostenlos

5. Last.fm: Internetradio mit Musikgeschmackserkennung
Bei last.fm ein kostenloses Konto erstellen und den Lieblingstitel abspielen. Der Dienst erfindet eine Radiostation, die zum eigenen Musikgeschmack passt.

6. Radio.de: Mehr als 7000 Radiosender und Podcasts
Auf radio.de Lieblingssender oder Podcast auswählen und anhören

 

 

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