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Goodgame Studios : Deutscher Computerspielehersteller entlässt viele Mitarbeiter

Schaut fröhlich: Ein Charakter aus dem ersten Puzzler von Goodgame Studios Bild: obs

Die Hamburger Computerspiele-Firma Goodgame Studios entlässt 200 von 550 Mitarbeitern. Eine schwere Zeit für den einst größten Hersteller in Deutschland.

          Der Hamburger Computerspielehersteller Goodgame Studios entlässt 200 seiner 550 Mitarbeiter. Das ist der zweite große Stellenabbau innerhalb kurzer Zeit für den einstmals größten deutschen Computerspielhersteller, der mit Strategiespielen wie „Empire“ bekannt geworden ist.

          Sogenannte „Free to Play“-Spiele sind zunächst kostenlos, für sie können aber Zusatzinhalte gekauft werden. Das im Jahr 2009 gegründete Unternehmen wuchs damit zunächst erfolgreich, nahezu 1300 Mitarbeiter zählte Goodgame Studios. Die Gründer Kai und Christian Wawrzinek stellten Software-Entwickler und Spiele-Designer aus aller Welt ein, um auch in anderen Online-Spielen Erfolge zu erzielen.

          Doch das ist offenbar misslungen: Hatte sich der Umsatz von Goodgame Studios im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr noch fast verdoppelt, fiel er im Jahr 2015 von 202 Millionen Euro auf 188 Millionen. Neuere Zahlen kommuniziert und kommentiert das Unternehmen nicht; dem Vernehmen nach soll der Umsatz eingebrochen sein.

          Nun werden zwei Entwicklungsstudios geschlossen und der erst im Sommer ernannte Unternehmenschef ausgetauscht: Maximilian Schneider bleibe den Gründern aber „freundschaftlich verbunden“. Das Brüderpaar installiert sich selbst wieder in der Führung des Unternehmens.

          Anfang des vergangenen Jahres wurde Goodgame Studios von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi vorgeworfen, 28 Mitarbeiter entlassen zu haben, die eine Betriebsratswahl geplant hatten. Goodgame Studios hatte das strikt zurückgewiesen. Im Sommer hatte die Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet in ihrem Halbjahresbericht vermerkt, dass sie auf ihre fünfzehnprozentige Beteiligung an Goodgame Studios 71 Millionen Euro abgeschrieben hatte und sie nur noch mit 14 Millionen bewertet.

          Quelle: F.A.Z.

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