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Gamescom : Demokratisierte Computerspiele

Die Computerspielmesse Gamescom zeigt, wie sich die Branche verändert. Die großen Softwarehäuser kämpfen mit der Konkurrenz mobiler und kostenfreier Spiele, die auf Smartphones, Tablets oder im Browser laufen.

          Ein bemerkenswertes Eingeständnis schwebte über mancher bombastischen Präsentation auf der Computerspielemesse Gamescom in Köln. Die Botschaft lautete: Wir haben Euch zugehört, liebe Spieler, und nehmen Eure Anregungen auf. Vorbei sind die Zeiten, in denen die großen Softwarehäuser im Geheimen an ihren Produktionen tüftelten, um sie dann dem Publikum zu präsentieren. Nun lassen Hersteller ihre neuen Spiele vom Publikum testen und verändern womöglich noch bis kurz vor dem eigentlichen Erscheinungstermin ihre Produkte - im besten Falle, um sie kommerziell erfolgreicher zu machen.

          Sie tun dies aber nicht nur, um sich beim Publikum mit einem offenen Ohr beliebt zu machen. Es steckt auch eine schiere wirtschaftliche Notwendigkeit dahinter: der Konkurrenzkampf mit mobilen und kostenfreien Spielen, die auf Smartphones, Tablets oder im Browser laufen. Die Produzenten dieser Titel können mit speziellen Analysemethoden in Echtzeit erkennen, welche Spiele funktionieren oder welche Funktionen ankommen. Diese Abstimmung des Publikums macht die Spieleentwicklung demokratischer. Kein großer Anbieter kann es sich mehr leisten, sie nicht zu beachten.

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