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Freizeit Micky Maus allein zu Haus

17.11.2003 ·  Europas größter Freizeitpark Disneyland Paris ist aufgrund der Krise in der Tourismusbranche und den wochenlangen Streiks in Frankreich noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht.

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Europas größter Freizeitpark Disneyland Paris ist im abgelaufenen Geschäftsjahr noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Im Geschäftsjahr 2002/2003 (per 30. September) sei der Nettoverlust von 33,1 Millionen auf 56 Millionen Euro gestiegen, berichtete der Betreiber Euro Disney am Montag in Marne-la-Vallée bei Paris.

Die Besucherzahlen sanken in Jahresfrist um rund 700.000 auf 12,4 Millionen Gäste. Als Gründe nannte Vorstandschef André Lacroix vor allem die Tourismuskrise, Streiks in Frankreich und das geringe Wirtschaftswachstum.

Sinkende Umsätze in den Themenparks

Obwohl die Hotelauslastung von 88,2 auf 85,1 Prozent sank, stiegen die Einnahmen in diesem Bereich um 1,2 Prozent auf 416,7 Millionen Euro, da die Gäste durchschnittlich etwas tiefer in die Tasche griffen. Der Gesamtumsatz sank jedoch um 2,1 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro. Dabei schrumpfte der Umsatz des Themenparks um 3,3 Prozent auf 508,5 Millionen Euro.

Neben den beiden Freizeitparks gehört zu Euro Disney auch ein Hotelkomplex mit 5.800 Zimmern, zwei Kongreßzentren und einem Golfplatz. Dessen Umsatz stieg leicht um 1,2 Prozent.

Stillhalteabkommen mit Gläubigern

Das Unternehmen hatte bereits Finanzschwierigkeiten eingeräumt. Unternehmenschef André Lacroix zufolge stellt The Walt Disney Company (TWDC), mit 39,1 Prozent größter Anteilseigner, eine weiteren nachgeordneten Kreditrahmen von 45 Millionen Euro bereit.

Nachdem Anfang November ein Stillhalteabkommen mit den Gläubigern erreicht worden sei, hänge das Erreichen der langfristigen Ziele von den weiteren Finanzierungsverhandlungen ab. Im nächsten Jahr will der europäische Disney-Ableger mit einer neuen Marketingstrategie gegensteuern.

Der Pariser Vergnügungspark besteht seit 1992. Zweitgrößter Einzelaktionär der börsennotierten Euro Disney ist mit 16,3 Prozent der saudische Prinz El Walid.

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