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Risikoabsicherung

Facebook-Neuerung Es ist eine Suchmaschine

„Kommt und seht, woran wir bauen“, mit diesen Worten hatte das soziale Netzwerk für eine Veranstaltung am Dienstag eingeladen. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg stellte persönlich eine Art Suchmaschine vor.

© dpa Vergrößern

Die Ankündigung war mysteriös und die Spekulationen entsprechend wild. „Kommt und seht, woran wir bauen“, stand über der Einladung zu einer Facebook-Veranstaltung am Dienstag im Unternehmenshauptquartier  in Menlo Park. Einschlägige Technologieblogs buchstabierten alle möglichen Neuigkeiten herauf und herunter: Würde Mark Zuckerberg ein Facebook-Smartphone vorstellen? Würde er die Renovierung der Startseite, des sogenannten Newsfeeds, ankündigen. Vielleicht würde er auch mehr dazu sagen, wie Facebook mobil Geld verdienen will, was die Investoren sicher gefreut hätte?

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Am Ende stellte Zuckerberg eine „dritte Säule“ vor, auf der Facebook künftig ruhen soll. Zum Newsfeed und den Profilseiten der Nutzer, der „Timeline“, gesellt sich fortan Graph Search, eine Suchmaschine, mit der Facebook-Mitglieder künftig das Netzwerk durchleuchten können.

Wer spielt Tennis und wohnt in der Nähe?

Die Suchfunktion sei ein neuer Weg, um Menschen, Fotos, Orte und Interessen zu finden, die für den einzelnen Nutzer hohe Relevanz haben, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag. Dabei nutzt sie das soziale Geflecht, das die mehr als 1 Milliarde Mitglieder des größten Netzwerks der Welt inzwischen angelegt haben. Zu diesem von Facebook genannten „Social Graph“ gehören die Mitglieder selbst, aber auch die 240 Milliarden Fotos und die mehr als eine Billiarde Verbindungen zu Dingen, Kommentaren und Person, die die Nutzer mit dem „Gefällt-Mir“-Knopf hergestellt haben. 

Mit der Suche  seien nun Anfragen der Art „Menschen, die Tennis mögen und in der Nähe wohnen“ oder „Fotos meiner Freunde in New York“ möglich. Man wolle wieder dahin kommen, wo das Netzwerk am Anfang stand, heißt es in der Mitteilung: „Die neue Funktion führt uns zurück an unsere Wurzeln und erlaubt den Menschen, ihr soziales Geflecht zu nutzen, um neue Verbindungen herzustellen.“

Vorerst in der Probephase

Die erweiterte Suchfunktion befindet sich derzeit in einer Probephase, für die sich Freiwillige seit Dienstagabend auf eine Warteliste setzen lassen können. Bislang sind auch nur Suchen auf Englisch möglich. In den kommenden Monaten soll die Funktion ausgebaut werden.

Zuckerberg sprach Live-Blogs zufolge gleich zu Anfang der Präsentation den Datenschutz der neuen Funktion an. „Wir haben Graph Search von Anfang an mit dem Datenschutz im Sinn gebaut“, heißt es in der Mitteilung. Es respektiere den Datenschutz und auch das vorher vom Nutzer begrenzte Publikum für jedes Stück Information im Netzwerk. „Die neue Funktion macht es einfacher, neue Dinge zu finden, aber man kann nur sehen, was auch sonst auf Facebook zu sehen ist“, hieß es.

Mark Zuckerberg © AP Vergrößern Mark Zuckerberg auf der Präsentation am Dienstag

Bei der Präsentation machte Zuckerberg auch deutlich, dass die neue Funktion sich von der Internetsuche, wie sie etwa auch Google anbietet, absetzen will. Die herkömmliche Internetsuche sei darauf ausgelegt für eine Reihe von Stichwörtern die bestmöglichen Resultate zu liefern. Die Facebook-Suche kombiniere Aussagen, um eine Sammlung von Menschen, Orten oder anderen Inhalten zu erhalten, die auf  Facebook zu finden sind. Das Netzwerk macht damit einen Schritt hin zur semantischen Suche, bei der Computer die Bedeutung einer Suchanfrage interpretieren und die Ergebnisse daraufhin optimieren.

Trotzdem dürfte die Erneuerung der Suchfunktion auch als Angriff auf den Suchmaschinenriesen Google gewertet werden. Für Anfragen außerhalb des sozialen Netzwerks habe man eine Kooperation mit der Suchmaschine Bing von Microsoft geschlossen, hieß es am Dienstag

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Quelle: FAZ.NET

 
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Veröffentlicht: 15.01.2013, 20:11 Uhr


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