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Werbung im Internet : Google entschuldigt sich für extremistische Inhalte

  • Aktualisiert am

Google verspricht seinen Werbekunden, besser zu überprüfen, welche Inhalte beworben werden. Bild: AP

Große Unternehmen haben ihre Werbung auf Youtube teilweise eingefroren. Ein Manager von Google bittet nun um Verzeihung – und erklärt, wie sein Unternehmen besser werden will.

          Der Internetkonzern Alphabet (Google) bittet seine Werbekunden nun öffentlich um Entschuldigung für extremistische Inhalte in seinen Angeboten. „Ich möchte damit starten, Entschuldigung zu sagen. Wir bitten um Verzeihung. Wenn irgendetwas derartiges passiert, übernehmen wir die Verantwortung“, sagte Matt Brittin, der Chef für Googles Europageschäft, nach einem Bericht der „Financial Times“ während der Konferenz „Advertising Week Europe“ in London.

          Hintergrund sind Probleme auf der zu Alphabet gehörenden Videoplattform Youtube. Mehrere große Unternehmen haben ihre Anzeigen dort eingefroren, weil sie teils im Zusammenhang mit extremistischen Inhalten gezeigt worden sind. An diesem Montag hat der britische Einzelhändler Marks & Spencer mitgeteilt, vorerst keine Werbung mehr auf Youtube und Google zu schalten – nachdem bekanntgeworden war, dass Werbung des Unternehmens an der Seite von Videos gezeigt wurde, die extremistische Inhalte haben. Die BBC, die Finanzfirmen HSBC und Lloyds gehören zu den Konzernen, die bereits ihre Anzeigen deswegen eingefroren haben.

          Google-Manager Brittin sagte nun, dass Googles Maßnahmen dagegen „in der Mehrheit der Fälle“ wirksam seien, nichtsdestotrotz aber gelte: „Wir müssen besser werden.“ Brittin machte seine Ausführungen während einer Podiumsdiskussion mit Keith Weed, dem Marketingvorstand von Unilever, einem der größten Werbekunden auch von Google.

          In jeder Minute laden Nutzer im Schnitt 400 Stunden Videos auf Youtube hoch. Nach Angaben des Unternehmens werden 98 Prozent der Inhalte innerhalb von 24 Stunden untersucht. „Wir wissen, dass wir in diesem Bereich sogar noch mehr tun können“, sagte Brittin. Google investiere beispielsweise in neue Technologie, um schneller auf Beschwerden reagieren zu können.

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