http://www.faz.net/-gqe-746xq
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 07.11.2012, 13:45 Uhr

EU-Kartellverfahren Amazon darf E-Books billiger anbieten als Apple

In dem Kartellverfahren der EU-Wettbewerbshüter über Preisabsprachen bei elektronischen Büchern deutet sich eine Einigung an. Die EU-Wettbewerbshüter gehen offenbar auf Apples Zugeständnisse ein. Damit können Amazon und andere Verkäufer zwei Jahre lang niedrigere Preise anbieten.

© dapd Amazon geht in dem Kartellverfahren offenbar als Sieger hervor

Aus dem EU-Kartellverfahren über Preisabsprachen bei elektronischen Büchern geht Amazon offenbar endgültig als Sieger und Apple  als Verlierer hervor. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters werden die EU-Wettbewerbshüter die von Apple und vier Verlagen angebotenen Zugeständnisse wohl annehmen und es damit Amazon und anderen Verkäufern ermöglichen, E-Books während einer Frist von zwei Jahren billiger als Apple anzubieten. „Die Kommission wird das Angebot wahrscheinlich annehmen und diese Entscheidung im kommenden Monat verkünden“, erklärte ein Insider.

In das seit Dezember laufende Verfahren involviert ist auch die Tochter Macmillan des deutschen Holtzbrinck-Verlags. Daneben hatte Apple mit den Verlagen Simon & Schuster, HarperCollins von News Corp, Hachette Livre von Lagardere und Penguin von
Pearson einen E-Book-Verkauf über iTunes zum Festpreis vereinbart. Apple erhält davon 30 Prozent. Teil der Vereinbarung war, dass andere Händler wie Amazon diese Preise nicht unterschreiten durften. Als einziges der fünf Verlagshäuser schloss sich Penguin dem Kompromiss nicht an - Penguin soll mit der Bertelsmann-Tochter Random House zum weltgrößten Verlag fusionieren. In einem vergleichbaren Verfahren hatten HarperCollins, Simon & Schuster und Hachette mit der amerikanischen Regierung eine Einigung erzielt.

Mehr zum Thema

Der Anteil von E-Books am gesamten Büchermarkt ist in den meisten Ländern vernachlässigbar. In den Vereinigten Staaten dagegen beläuft er sich nach Berechnungen von UBS-Analysten auf 30 Prozent, in Großbritannien auf 20 Prozent.

Quelle: Reuters

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Streaming-Dienste Amazon und Internet-Radio sichern Lizenzen für Musik-Abos

Amazon geht in den Wettbewerb mit Spotify und Apple: Der Internet-Händler arbeitet dafür mit diesem Internet-Radio zusammen. Mehr

29.08.2016, 09:28 Uhr | Wirtschaft
Pegasus Schadsoftware bedroht Millionen iOS-Geräte

Eigentlich gelten Apple-Produkte als sicher. Doch vor Kurzem wurde eine Schadsoftware entdeckt, die Hackern vollen Zugriff auf alle Daten ermöglicht. Die Schadsoftware mit dem Namen Pegasus kann auf das Gerät gelangen, wenn Nutzer im Safari-Browser einen präparierten Link anklicken. Am Freitag veröffentlicht Apple ein Update, das die Sicherheitslücke schließen soll. Mehr

28.08.2016, 15:57 Uhr | Wirtschaft
Altkanzler gegen Ghostwriter Kohl kann auf Schadenersatz hoffen

Im Schadenersatzprozess zwischen dem Altkanzler und seinem ehemaligen Biografen Heribert Schwan hat das Landgericht Köln seine Entscheidung vertagt. Es geht aber grundsätzlich von Ansprüchen für Helmut Kohl aus. Mehr

25.08.2016, 12:32 Uhr | Politik
Fliegendes Essen In Neuseeland kommt die Pizza bald per Drohne

Eine Pizza-Kette aus Auckland wird in Neuseeland vermutlich schon bald die weltweit erste Pizza-Lieferung per Drohne anbieten. So ganz vom Himmel gefallen kommt das Essen dann aber doch nicht. Mehr

25.08.2016, 20:19 Uhr | Technik-Motor
Der Tag NRW-Gerichtshof urteilt über Kommunal-Soli

NRW-Gerichtshof urteilt über Kommunal-Soli. Entscheidung über Amtsenthebung von Brasiliens Präsidentin Rousseff. Prozess um Schienenkartell: Ex-Bahnchef Mehdorn als Zeuge erwartet. Schwarz-Grün, Wahlkampf: Grünen-Spitze tagt in Mecklenburg-Vorpommern Mehr

30.08.2016, 07:15 Uhr | Wirtschaft
Technik-Aktien
Name Kurs %
NASDAQ 100 -- --
APPLE -- --
ALPHABET INC.CL.A DL-,001 -- --
FACEBOOK INC.A DL-,000006 -- --
ZYNGA INC. DL -,01 -- --
TecDAX ® -- --
UTD.INTERNET -- --
ZALANDO SE -- --
ROCKET INTERNET SE -- --

Illoyaler Gabriel

Von Henrike Roßbach

Ein Wirtschaftsminister müsste eigentlich den Freihandel seines Landes fördern wollen. Stattdessen betreibt der SPD-Chef Parteipolitik. Mehr 23 64

Grafik des Tages Deutschland bezieht Möbel vor allem aus ...

Die Möbelbranche ist hoch internationalisiert. Vor allem aus zwei Ländern führt die Bundesrepublik Möbel ein. Eines ist sehr nah, das andere sehr fern. Mehr 1