http://www.faz.net/-gqe-746xq

EU-Kartellverfahren : Amazon darf E-Books billiger anbieten als Apple

  • Aktualisiert am

Amazon geht in dem Kartellverfahren offenbar als Sieger hervor Bild: dapd

In dem Kartellverfahren der EU-Wettbewerbshüter über Preisabsprachen bei elektronischen Büchern deutet sich eine Einigung an. Die EU-Wettbewerbshüter gehen offenbar auf Apples Zugeständnisse ein. Damit können Amazon und andere Verkäufer zwei Jahre lang niedrigere Preise anbieten.

          Aus dem EU-Kartellverfahren über Preisabsprachen bei elektronischen Büchern geht Amazon offenbar endgültig als Sieger und Apple  als Verlierer hervor. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters werden die EU-Wettbewerbshüter die von Apple und vier Verlagen angebotenen Zugeständnisse wohl annehmen und es damit Amazon und anderen Verkäufern ermöglichen, E-Books während einer Frist von zwei Jahren billiger als Apple anzubieten. „Die Kommission wird das Angebot wahrscheinlich annehmen und diese Entscheidung im kommenden Monat verkünden“, erklärte ein Insider.

          In das seit Dezember laufende Verfahren involviert ist auch die Tochter Macmillan des deutschen Holtzbrinck-Verlags. Daneben hatte Apple mit den Verlagen Simon & Schuster, HarperCollins von News Corp, Hachette Livre von Lagardere und Penguin von
          Pearson einen E-Book-Verkauf über iTunes zum Festpreis vereinbart. Apple erhält davon 30 Prozent. Teil der Vereinbarung war, dass andere Händler wie Amazon diese Preise nicht unterschreiten durften. Als einziges der fünf Verlagshäuser schloss sich Penguin dem Kompromiss nicht an - Penguin soll mit der Bertelsmann-Tochter Random House zum weltgrößten Verlag fusionieren. In einem vergleichbaren Verfahren hatten HarperCollins, Simon & Schuster und Hachette mit der amerikanischen Regierung eine Einigung erzielt.

          Der Anteil von E-Books am gesamten Büchermarkt ist in den meisten Ländern vernachlässigbar. In den Vereinigten Staaten dagegen beläuft er sich nach Berechnungen von UBS-Analysten auf 30 Prozent, in Großbritannien auf 20 Prozent.

          Weitere Themen

          Alle andern machen nur Fake-News Video-Seite öffnen

          Sinclair Medien : Alle andern machen nur Fake-News

          Die zur amerikanischen Mediengruppe Sinclair gehörenden Fernsehstationen mussten im April eine gleichlautende Erklärung verlesen. Darin wird behauptet, alle anderen Sender machten nur Fake-News. Die Aktion rief heftige Kritik hervor.

          May verliert wichtige Abstimmung im Oberhaus Video-Seite öffnen

          Doch kein Brexit? : May verliert wichtige Abstimmung im Oberhaus

          Das House of Lords wandte sich gegen Mays Plan, die Zollunion mit der Europäischen Union zu verlassen. Stattdessen sind Minister verpflichtet, über ihre Anstrengungen zum Verbleib in der Union zu berichten. Allerdings ist nicht explizit vorgeschrieben, dass die Regierung einen Verbleib aushandeln soll.

          Topmeldungen

          Ted Cruz Anfang April auf einer Wahlkampfveranstaltung in Stafford, Texas: Geht der Stern des republikanischen Senators unter?

          Kongresswahlen in Amerika : Texanische Träume

          Für die Demokraten hat die Präsidentschaft von Donald Trump zumindest einen positiven Effekt: Ihre Basis ist so enthusiastisch wie selten zuvor. Nun hofft die Partei sogar im republikanischen Texas auf einen Erfolg bei den Kongresswahlen.

          Zum Tod von DJ Avicii : Tanzen bis zum Ende

          Er galt als der Posterboy der neuen Elektromusik, als Pionier und Außenseiter zugleich. Am Freitag starb der schwedische DJ Avicii im Oman. Die Schattenseiten seines Lebens kannten nur wenige.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.