22.02.2007 · Google steigt in den Markt für Unternehmenskommunikation und Bürosoftware ein. Und zwar mit einem Kampfpreis. Vor allem Microsoft, aber auch Unternehmen wie 1&1 und Skype müssen sich nun auf einen neuen Konkurrenten gefasst machen.
Die Internetsuchmaschine Google steigt mit einem Kampfpreis in den Markt für Unternehmens-kommunikation und Bürosoftware ein. Das Unternehmen erweitert damit das Geschäftsmodell und tritt vor allem in Konkurrenz zu Microsoft. Der führende Softwarekonzern hat seine neue Bürosoftware erst vor wenigen Wochen in neuer Version auf den Markt gebracht.
Für 38 Euro je Arbeitsplatz und Jahr können Unternehmen künftig ein zehn Gigabyte großes E-Mail-Postfach, den Google-Kalender, Internet-Telefonie, Text- und Tabellenkalkulationen sowie mobile Funktionen in dem Paket Google Apps Premier inklusive Telefonunterstützung buchen. Darin ist auch eine Funktion für die Übertragung der E-Mails auf Blackberrys enthalten.
Nicht mehr um Spamfilter kümmern
Die abgespeckte, kostenlose Version Google Apps, die bereits seit August 2006 auf dem Markt ist, nutzen nach Angaben des Unternehmens bereits mehr als 100.000 Firmen und Universitäten, darunter Procter & Gamble, General Electric und Google selbst. Alle Programme laufen ausschließlich auf Netzwerkrechnern (Servern).
Programme, die ausschließlich im Internet laufen und dort zentral gepflegt und weiterentwickelt werden, haben zurzeit Hochkonjunktur. „In Bezug auf unsere E-Mail-Systeme haben unsere Ärzte nicht die Zeit oder das Budget, sich mit der Technologie-Verwaltung oder der Abwehr von Spam zu beschäftigen,“ sagte Andrew Johnson, Chief Information Officer, San Francisco Bay Pediatrics.„Mit Google Apps Premiere Edition müssen wir uns nicht darum kümmern, die aktuellsten Spamfilter herunterzuladen oder mit schwerfälligen Servern zu hantieren. An diesem Punkt lassen wir Google das tun, was es am besten kann. So können wir das tun, was wir am besten können - unseren Patienten helfen.“
Auch Konkurrenz für 1&1 oder Skype
Google tritt mit diesem Angebot in Konkurrenz zu Unternehmen wie Microsoft, 1&1 oder auch Skype. Denn das Paket greift in mehrere Bereiche ein: Bürosoftware, mit denen sich Dokumente oder Tabellen erstellen lassen, E-Mail-Anbieter wie 1&1, die auch Speicherplatz im Internet vermieten, oder Internet-Telefoniefirmen wie Skype, die ihr Geschäftsmodell gerade auf Unternehmen ausgedehnt haben.
Na super ...
Lars Rölker (Gibsonman)
- 22.02.2007, 14:53 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.368,84 | −1,82% |
| Dow Jones | 12.419,90 | −1,28% |
| EUR/USD | 1,2368 | −0,96% |
| Rohöl Brent Crude | 103,03 $ | −3,58% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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