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Veröffentlicht: 06.02.2014, 00:06 Uhr

Enttäuschende Zahlen Twitter-Aktie stürzt ab

Der erste Quartalsbericht seit dem Börsengang ernüchtert die Anleger: Die Zahl der Nutzer wächst langsamer als erwartet. Von Zahlen wie bei Facebook ist Twitter weit entfernt

© REUTERS Erst abgehoben, nun im Sinkflug: Twitter an der New Yorker Börse

Der Kurznachrichtendienst Twitter kann zur Enttäuschung von Börsianern sein rasantes Wachstumstempo nicht halten. Die Zahl der monatlichen Nutzer kletterte am Jahresende auf lediglich 241 Millionen, wie die Kalifornier am Mittwoch in ihrem ersten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen mitteilte. Im Vergleich zum Vorquartal ist dies ein Plus von nur 3,8 Prozent - so wenig wie noch nie, seit Twitter diese Zahlen veröffentlicht.

Branchenexperten zufolge wirft dies die Frage auf, ob Twitter jemals ein mit Facebook vergleichbares Massenphänomen werden kann. Die Aktie stürzte deshalb im nachbörslichen Handel um elf Prozent auf 58,50 Dollar ab.

Nutzer loggen sich nicht mehr so oft ein

Die von Twitter veröffentlichten Zahlen offenbarten zudem, dass die Nutzer die Seite nicht mehr so häufig besuchen wie zuletzt: Die „Timeline Views“ fielen auf 148 Milliarden von zuvor 159 Milliarden. „Dieser Bericht stellt infrage, wie massentauglich die Plattform Twitter ist“, erklärte Arvind Bhatia von Sterne, Agee & Leech.

Twitter stand ohnehin unter Erklärungsdruck, weil noch immer etwas unklar ist, wie die Internetseite langfristig Geld verdienen will. Twitter setzt wie Facebook vor allem auf Werbung, kann aber viele Kunden nicht dazu bewegen, sich täglich einzuloggen. Immerhin steigerte der Dienst mit den 140-Zeichen-Meldungen im vierten Quartal seinen Umsatz auf 243 Millionen Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Ein rasanter Anstieg von Investitionen in Vertrieb, Entwicklung und Marketing brockte dem Unternehmen gleichzeitig einen Netto-Verlust von 511 Millionen Dollar ein.

Twitter-Aktie war Hoffnungsträger

Twitter hatte erst Anfang November ein spektakuläres Börsendebüt gefeiert. Damals waren die Aktien von einem Ausgabepreis von 26 Dollar um mehr als 70 Prozent in die Höhe geschossen. Vor Bekanntgabe der Ergebnisse kosteten die Papiere an der New Yorker Börse rund 66 Dollar. Investoren rechtfertigten diese Bewertung mit der Hoffnung, dass Twitter irgendwann eine ähnliche Größe wie Facebook mit seiner fünf mal höheren Nutzerzahl erreichen kann. Ende des Jahres führten die Zweifel an der finanziellen Zukunft von Twitter schon einmal dazu, dass die Aktie an einem einzigen Tag 13 Prozent abstürzte.

Im Gegensatz zu Twitter konnte Facebook die Anleger mit seinen jüngsten Geschäftszahlen begeistern: Im Schlussquartal 2013 nahm das weltgrößte Online-Netzwerk erstmals mehr mit Anzeigen auf mobilen Geräten als auf herkömmlichen Computern ein. Der Konzernumsatz legte überraschend stark um fast zwei Drittel auf 2,6 Milliarden Dollar zu.

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Kratzer am Stern

Von Susanne Preuß, Stuttgart

Eine Razzia ist Ermittlungsarbeit und kein Gerichtsurteil. Das gilt auch für Daimler, wenngleich in der Öffentlichkeit das Urteil wahrscheinlich schon feststeht. Mehr 1 0

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