http://www.faz.net/-gqe-90oa3

Elon Musk : Künstliche Intelligenz gefährlicher als Nordkorea

  • Aktualisiert am

Warnt eindringlichen vor den Risiken durch Künstliche Intelligenz: Elon Musk Bild: Reuters

Im Streit über die Frage, ob Künstliche Intelligenz einer staatlichen Regulierung bedarf, hat der Technologie-Milliardär Elon Musk kräftig nachgelegt: Er verglich die Gefahren durch selbstlernende Maschinen mit denen der Nordkorea-Krise.

          Der Tesla-Chef Elon Musk legt in der Debatte über die Gefahren der Künstlichen Intelligenz (KI) nach – und vergleicht die Risiken, die aus intelligenten Computerprogrammen entstehen könnten mit denen des Nordkorea-Konflikts. Auf Twitter schrieb Musk in der vergangenen Nacht: „Wer sich noch keine Sorgen über die Gefahren der Künstlichen Intelligenz macht, sollte sich welche machen. Das Risiko ist weit größer als Nordkorea.“ Dazu stellte er ein Bild von einem Poster mit der Aufschrift: „Am Ende werden die Maschinen gewinnen.“ Das Poster scheint aus dem Kontext der Spielsucht-Prävention zu stammen.

          In einem weiteren Tweet führte er aus: „Niemand mag Regulierung, aber alles, was eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellt, ist reguliert (Autos, Flugzeuge, Nahrungsmittel, Drogen, etc.). KI sollte auch reguliert sein.“

          Der Technologie-Milliardär Musk hatte schon zuvor häufiger eindringlich vor den Gefahren der Künstlichen Intelligenz gewarnt und sich unter anderem mit dem Facebook-Chef Mark Zuckerberg öffentlich darüber gestritten. Ausgangspunkt war eine Rede Musks vor Gouverneuren amerikanischer Bundesstaaten, in der der Tesla-Chef darlegte, Künstliche Intelligenz sei aus seiner Sicht die „größte Bedrohung, der wir als Zivilisation gegenüberstehen“. Er sagte dabei: „Künstliche Intelligenz ist einer der seltenen Fälle, in denen ich denke, dass wir eine proaktive Regulierung brauchen eher als eine reaktive.“

          Bereits direkt darauf folgend zog er sich Kritik von Fachleuten zu, etwas später schaltete sich Mark Zuckerberg ein, der ein flammender Befürworter der Künstlichen Intelligenz ist. „Wer gegen künstliche Intelligenz argumentiert, argumentiert gegen sicherere Autos und gegen bessere Diagnosen für Kranke“, hatte Zuckerberg auf Facebook argumentiert. „Ich sehe einfach nicht, wie jemand guten Gewissens das tun kann.“

          Musk wiederum reagierte prompt und klar. Über Twitter teilte er mit, er habe mit „Mark“ über die Sache gesprochen und fügte hinzu: „Sein Verständnis davon ist begrenzt.“

          Weitere Themen

          Elon Musk verärgert Mexiko

          „Teslaquila“ : Elon Musk verärgert Mexiko

          Weil Elon Musk mit Tesla, SpaceX und einem Hochgeschwindigkeitstunnel anscheinend noch nicht ausgelastet ist, will er einen eigenen Tequila herstellen. Das schmeckt der mexikanischen Spirituosenwirtschaft überhaupt nicht.

          Topmeldungen

          Ein kleiner Fortschritt beim neuen Bahnhof in Stuttgart: Die erste Kelchstütze wurde fertiggestellt. 27 weitere sollen bis 2021 folgen.

          Stuttgart 21 : Ein Fortschritt ist zu sehen!

          Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 befindet sich seit acht Jahren im Bau, ein Bahnhof lässt sich bisher nur erahnen. Nun wurde die erste Kelchstütze fertiggestellt – von insgesamt 28.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.