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DSL-Anschlüsse Telekom steigt in den Preiskrieg ein

22.05.2007 ·  Die Bonner wollen nicht länger zusehen, wie ihnen die Kunden weglaufen. Doch die angekündigten „Kampfpreise“ für das Komplettpaket aus Telefon und Internet sind gar keine. Die Telekom bleibt teurer als die Konkurrenz.

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Die Deutsche Telekom will mit kräftigen Preisnachlässen für DSL-Anschlüsse den Druck auf die Konkurrenten erhöhen. „Die Telekom wird sich nicht auf den Rücken drehen und darauf warten, dass die Kunden weglaufen, weil wir als preisunwürdig angesehen werden“, sagte Timotheus Höttges, der für das Festnetz zuständige Telekom-Vorstand.

Die „neue Telekom“ kämpfe um jeden Kunden. „Dazu haben wir die Preise für unsere Double-Play-Angebote um bis zu 15 Prozent gesenkt.“ Ab Juni sollen die Telekomkunden auch beim Bonner Konzern für einen monatlichen Pauschaltarif (Flatrate) von 34,95 bis 54,95 Euro im Internet surfen und in das deutsche Festnetz telefonieren können. Über weitere Preissenkungen bei Triple-Play-Angeboten (Internet, Mobilfunk und Festnetztelefonie) und beim „klassischen“ Telefonieren werde nachgedacht, hieß es bei der Telekom.

Konkurrenz bleibt günstiger

Mit den neuen Angeboten will die Telekom bei ihrem Preisniveau wieder zur Konkurrenz aufschließen. Wer die Preise vergleichen will, muss allerdings auf die Details achten: So bietet die Telekom künftig im günstigsten Pauschalangebot für 34,95 Euro monatlich zwar einen DSL 2000 Anschluss mit unbegrenztem Internet-Surfen. Doch beim Telefonieren gibt es hier keine wirkliche Flatrate, sondern nur 120 Inklusivminuten für Gespräche im Netz der Deutschen Telekom. Arcor bietet dagegen unbegrenztes Surfen und Telefonieren ins deutsche Festnetz für 39,85 Euro. Und Konkurrent Alice bietet zu diesem Preis sogar schon einen doppelt so schnellen 4 Megabit-Anschluss mit Doppel-Flatrate.

Video: Weiter Streiks bei der Telekom

„Doppel-Flat“ für 45 Euro

Die günstigste „echte“ Doppel-Flatrate der Telekom kostet dagegen 44,95 Euro. Sie beinhaltet dafür einen schnellen DSL 6000 Anschluss, Internetsurfen ohne Limit und unbegrenztes Telefonieren im Netz der Deutschen Telekom. Andere Anbieter können das allerdings noch günstiger. So kostet etwa beim Anbieter Strato eine superschnelle DSL-Leitung mit bis zu 16 Megabit pro Sekunde inklusive Internet-Flatrate und kostenlosen Anrufen ins deutsche Festnetz nur 38,80 Euro. Ein ähnliches Angebot kostet bei der Telekom 54,95 Euro. Es beinhaltet dann allerdings noch einige Zusatzangebote wie die kostenlose Nutzung der 8.600 WLAN-HotSpots der Deutschen Telekom oder Hilfe bei der Installation der Internettechnik. Letztlich muss der Verbraucher sein eigenes Telefonier- und Surfverhalten genau analysieren, um zu sehen, welches Angebot für ihn das Beste ist.

Kein Billigheimer

Trotz der Tarifoffensive sieht Höttges die Telekom nicht als „Billigheimer“, da der Konzern seinen Kunden einen umfassenden Service und zusätzliche Dienste bietet. „Ohne Mehrpreis beinhaltet unser Angebot die komplette Installation, das heißt, wir kommen ins Haus und gehen erst, wenn alles läuft.“ Zusätzlich biete das Unternehmen bundesweit die uneingeschränkte Nutzung von so genannten Hotspots für lokale Funkverbindungen ins Internet.

Mit dem Preisabschlag feuert das Bonner Unternehmen den Wettbewerb auf dem Breitbandmarkt an. In den vergangenen Monaten hatten Wettbewerber wie United Internet oder Versatel ihre Tarife für einen DSL-Anschluss gesenkt, um ihre Marktposition auszubauen. Vor allem die Komplettpakete aus Telefonanschluss und Pauschaltarifen für Festnetzgespräche und Internet haben bei den Kunden eine große Resonanz erzeugt.

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Von Heike Göbel

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