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Digitale Musik Hewlett-Packard stellt Version des iPod vor

 ·  Mit einer Version des erfolgreichen Apple-Musikspielers „iPod“ steigt Hewlett-Packard in den Wachstumsmarkt des digitalen Musikvertriebs ein. Dort tummelt sich künftig mit Microsoft ein weiterer Riese.

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Der Computerkonzern Hewlett-Packard bringt eine Version des digitalen Musikspielers "iPod" auf den Markt. Das Gerät ist das Ergebnis einer Allianz zwischen HP und dem iPod-Hersteller Apple, die bereits im Januar angekündigt worden ist. Das neue Gerät wird unter der Marke HP verkauft, es sieht aber mit seiner weiß-silbernen Hülle fast genauso aus wie der iPod und wird außerdem von denselben Produktionspartnern hergestellt. Chief Executive Officer Carly Fiorina stellte das Gerät am Freitag in Miami vor.

Mit dem neuen digitalen Musikspieler tritt HP in einen sehr wachstumsstarken Markt ein. Der iPod ist für Apple zu einem großen Erfolg geworden. Im vergangenen Quartal hat Apple 860.000 iPods abgesetzt, im Vorjahr waren es noch 304.000. Apple verkauft mittlerweile fast so viele iPods wie Computer. Mit der HP-Allianz dürfte sich die Verbreitung der Geräte deutlich erhöhen. Für Apple ist dies wichtig, um seine Technologiestandards für digitale Musik auf dem Markt durchzusetzen. So ist der marktführende Online-Musikvertrieb "iTunes" von Apple bislang nur mit dem iPod kompatibel.

Microsoft steigt in Online-Musikvertrieb ein

Im Markt für Internetmusik kündigt sich unterdessen ein großer neuer Wettbewerber an. Medienberichten zufolge wird der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft in der kommenden Woche testweise einen Online-Musikvertrieb starten. Die Microsoft-Plattform soll mit zahlreichendigitalen Musikspielern kompatibel sein, nicht aber mit dem iPod. Nach Microsoft werden in den kommenden Monaten noch einige weitere neue Wettbewerber im Markt für Online-Musik erwartet, darunter die Internetgesellschaft Yahoo sowie der Musikfernsehsender MTV.

In Miami hat HP neben dem digitalen Musikspieler mehr als 200 weitere Geräte im Bereich Unterhaltungselektronik vorgestellt, darunter Plasma-Fernseher. Bereits im vergangenen Jahr hat HP eine Reihe von Konsumelektronikprodukten auf den Markt gebracht, die allerdings noch näher an den bisherigen Kerngeschäften des Unternehmens lagen. Auch andere Technologiekonzerne wie Dell oder Gateway sind in jüngster Zeit in den Unterhaltungselektronikmarkt eingetreten.

Quelle: lid. / Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.08.2004, Nr. 200 / Seite 16
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