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Zukunfts-Sparte : Dieser Amazon-Vorstand verdient mehr als Jeff Bezos

  • Aktualisiert am

Andrew Jassy Bild: Reuters

Das passiert nicht alle Tage: Ein Bereichsvorstand von Amazon bekommt mehr Geld als der eigene Chef. Grund ist der wichtige Bereich, den er leitet.

          Von diesem Gehalt würde mancher träumen – sogar sein eigener Chef: Beim Internetkonzern Amazon hat Andrew Jassy, der Vorstand der Web-Services-Sparte, im vergangenen Jahr mehr verdient als der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens. Der Spartenchef erhielt 35,4 Millionen Dollar in Aktien und rund 179.000 Dollar Gehalt. Hinzu kam ein Zuschuss zur Altersvorsorge.

          Damit übertraf er Unternehmenschef Jeff Bezos, wie der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf eine Meldung der Aufsichtsbehörden berichtete. Auch seine anderen Vorstandskollegen verdienten demnach weniger als Jassy, der erst vor einem Jahr zum Bereichsvorstand bestellt worden war.

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          Die Web-Services-Sparte, zu der auch Amazons wichtiges Cloud-Geschäft gehört, ist derzeit die am schnellsten wachsende und profitabelste Sparte des ganzen Konzerns. Dass Bereichsvorstände mehr verdienen als ihr eigener Vorstandsvorsitzender ist auch in anderen Unternehmen in der Vergangenheit schon vorgekommen und gilt als Zeichen dafür, dass die betreffende Sparte extrem wichtig und zukunftsträchtig ist.

          Das wohl bekannteste Beispiel für einen Bereichsvorstand, der den Vorstandschef gehaltsmäßig übertraf, war Anshu Jain. In der Zeit, als er das Investmentbanking der Deutschen Bank leitete, verdiente er mehr Geld als der damalige Vorstandschef Josef Ackermann.

          Jassys wichtigstes Projekt ist es, dem Thema Künstliche Intelligenz in Amazons Cloud-Geschäft mehr Schub zu verleihen. Der Bereich Cloud-Computing, den Jassy schon seit elf Jahren und damit von Beginn an leitet, hat im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz von 12,2 Milliarden Dollar erwirtschaftet.

          Wichtige Projekte von Jassys Bereich sind zum Beispiel ein Bild-Erkennungsprogramm, ein Programm namens „Polly“, das Sprache in Text umwandelt und verschiedene Werkzeuge, um Konversations-Apps zu bauen. Amazon Web Services hat Datencenter auf der ganzen Welt und stattet viele Großunternehmen mit Rechenkapazität aus, zum Beispiel den Internetvideodienst Netfllix.

          Quelle: nab.

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