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Der Fall Megaupload Schmitz bekommt Geld und Mercedes

 ·  Megaupload-Gründer Kim Schmitz erhält Zugriff auf Teile seines Vermögens. Damit hat der Deutsche, der im Januar in Neuseeland verhaftet wurde, einen weiteren juristischen Etappensieg errungen.

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© dapd Kim Schmitz bekommt seinen Mercedes zurück: Aber welchen? (Foto vom 20. Januar, dem Tag der Razzia auf Schmitz’ Residenz in Neuseeland)

Kim Schmitz, der Gründer der Internetbörse Megaupload, hat einen juristischen Teilsieg errungen. Künftig bekommt er Zugriff auf monatlich 60.000 Neuseeland Dollar (rund 37.000 Euro) aus seinem Vermögen als Lebensunterhalt und zum Bezahlen der Prozesskosten.

Schmitz, der sich in Dotcom umbenannt hat, war in Neuseeland im Januar festgenommen worden, weil die amerikanische Justiz ihm und einigen Mitarbeitern Verletzung von Urheber- und Nutzungsrechten in großem Stil vorwirft.

In Amerika droht ihm eine Gefängnisstrafe von bis zu 20 Jahren, weil Megaupload das ungesetzliche Herunterladen von Musik und Kinofilmen ermöglicht habe. Damit sei den Besitzern der Rechte ein Schaden von rund 500 Millionen Dollar entstanden, lautet der Vorwurf.

Die amerikanische Datenverarbeitungsfirma Carpathia Hosting hat nun bei der Justiz beantragt, die von ihr vorgenommene Speicherung der Daten von Megaupload beenden zu dürfen. Das Speichern koste täglich 9000 Dollar. Es gehe um eine Datenmenge von 25 Millionen Gigabyte von mehr als 66 Millionen Nutzern.

Am 20. August soll über die Auslieferung von Schmitz nach Amerika entschieden werden. Die Amerikaner schätzen, das der 38 Jahre alte Unternehmer mindestens 10 Millionen Neuseeland Dollar besitzt. Seine Konten wurden nach seiner Festnahme eingefroren.

Neuseeländische Zeitungen berichten, Schmitz habe gute Chancen, sein vollständiges Vermögen wieder zurückzubekommen, da es deutliche Verfahrensfehler bei der Beschlagnahme gegeben habe. Seinen Mercedes hat ihm die Richterin schon wieder zurückgegeben.

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Jahrgang 1960, Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

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