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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Verpatzter Börsengang Facebooks Banken sollen den Kurssturz beschleunigt haben

 ·  Die Geschehnisse um Facebooks Börsengang werden immer seltsamer: Die Bank Morgan Stanley will offenbar Aktionäre entschädigen - gleichzeitig taucht ein Gerücht auf, die Banken Goldman Sachs und JP Morgan hätten Spekulationen gegen den Aktienkurs erleichtert.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (19)

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Gerhard Dünnhaupt

Alte Weisheit

Schon der große Zirkuskönig P. T. Barnum hatte es erkannt: "Es hat noch nie jemand Geld eingebüßt, der die Intelligenz der Leute unterschätzte."

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Edda Kuhlmann

Es gibt kein Recht auf Kursgewinne!

Hier in den USA waren die Medien in den Tagen und Wochen vor dem Boersengang voll mit Warnungen von Analysten, nur hat scheinbar keiner zugehoert. Wer als Kleinanleger aber saemtliche Warnungen in den Wind schreibt und darauf vertraut, dass die Aktie schon irgendwie steigen wird, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht und keinen Grund, jetzt empoert zu sein. Leerverkaeufe waren sicherlich nicht hilfreich, koennen aber nicht alleine fuer den Kursabsturz verantwortlich gemacht werden, dafuer ist die Anzahl der ausstehenden Aktien einfach zu gross. Was fehlte, war das Kaufinteresse- die Euphorie war nach dem anfaenglichen Hussa schnell verpufft. Boersendebuts garantieren keine Gewinne - leider wird jetzt aber so getan, als ob.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.05.2012 21:04 Uhr
Edda Kuhlmann

Herr Wolf,

Auch Pensionsfonds mussten hier nicht mitmachen- zwar haben diese gewisse Vorgaben, aber nicht eine, die ihnen vorschreibt, einen Index genau abzubilden. Moeglicherweise haben sie mitgemacht, insbesondere CALPERS wuerde mir hier einfallen, dass liegt aber nicht daran, dass sie es mussten, sondern dass sie sich Gewinne davon versprachen- einschliesslich solcher, die nicht nur den Fondnehmern zu Gute kommen.

Was Sie meinen sind ETF, die den Index nachbilden muessen und entsprechend zwingend in FB investieren mussten, das betrifft aber nur eine Handvoll von Fonds. In gewissem Umfang sind auch Technologie Fonds betroffen, die, wie der Name schon sagt, in Technologie Aktien investiert sind- das ist deren Aufgabe, Investoren wissen und wollen das.

Ich kann nur wiederholen - Gewinne aus IPOs sind nicht garantiert, auch wenn viele das jetzt lautstark einfordern.

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eduard kramer
eduard kramer (illampu) - 25.05.2012 15:19 Uhr

Wundertüte ohne Inhalt.

Vielen Anlegern, die hinter den Kulissen der medialen Show blickten, Morgan Stanley, JP Morgan, Goldman Sachs und GM schon immer klar war: Die fb-user sind keine Kunden, sondern das Produkt, das zu verkaufen versucht wird.
Da dieses Produkt jedoch sehr wankelmütig ist, eine kurze Lebensdauer in der Branche hat, weil es immer den neuesten Trend folgt, war klar, dass des Kaisers neue Kleider hier verkauft werden sollten. Aus facebook wird m.E. ein fadebook werden. Nur wenn fb-user bereit wären 5 bis 10$US monatlich für den Service zu zahlen, hätte FB ein Geschäftmodell. Da dem aber nicht so ist, stehen alle Beteiligte nun nackt da. Ich, sowie mein gesamter Verwandten- Freundes- und Bekanntenkreis haben schon längst das kostenlose adblock herunter geladen und werden
von keiner Werbung mehr behelligt. Wissen das eigentlich die Werbeträger, die Werbung auf FB schalten, nicht? Das Produkt, für das sie zahlen, ist dadurch nicht mehr erreichbar. Dämlicher kann man kein Geld wegwerfen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.05.2012 16:30 Uhr
Nicolas Gauguin

Online Werbung

1. Ja das wissen die Werbenden
2. Man zahlt im Normalfall pro Click, das heißt für jeden der wirklich auf die Werbung klickt. Für Leute mit Adblock wird dann einfach nichts bezahlt.
3. Man kann allerdings auch wesentlich günstiger nur für die Anzeige und nicht pro Click zahlen
4. Das Geld ist genauso wenig oder viel weggeworfen, wie bei jeder anderen Art von Werbung

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Michael Meier
Michael Meier (never1) - 25.05.2012 14:44 Uhr

Banken die keiner braucht....

Morgan Stanley wird wohl in den nächsten Jahren keinen Börsengang mehr durchführen, denn mit dem FB-Betrug sind sie m.E. verbrannt.

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Konstantin Schneider

Die Betrüger müssen lebenslänglich bekommen

Natürlich war FACEBOOK ein gefundenes Fressen für die Wetter, die auf einen Absturz der Aktie bald nach ihrer Börsenplatzierung setzten, zumal sich die FACEBOOK-Addicts, also die "Kleinaktionäre" eben auch erhofften, in ihrem eigenen "Nest" ordentlich Kasse machen zu können. Der Glaube an eine segensreiche Kombination von Leidenschaft und Erfolg ist eben unerschütterlich und das haben die Wetter gewusst. Jetzt muss ermittelt werden, wieviele Milliarden diese mit ihren Wetten verdient haben und wo genau diese Wetter "beschäftigt" sind.

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eduard kramer
eduard kramer (illampu) - 25.05.2012 14:10 Uhr

Es war offensichtlich.

Hatte ich ja bereits letzten Freitag erwähnt. Die Medien halfen natürlich mit, diesen Hype anzufachen. The Masters of the Universe sprechen sich untereinander ab, um dann mit Leerkäufen Klein-Anleger ins offene Messer laufen zu lassen. Schön gefärbt, nennen das einige Bauernfängerei, richtiger jedoch wäre Insider-trading und Betrug. Seit letzten Freitag ist zu beobachten, wie die FB-Aktie systematisch manipuliert wird. Um das zu erkennen, braucht es keinen Experten. Die Schamlosigkeit amerikanischer Banken und Hedge-Fonds ist fast schon wieder bewundernswert. Kapitalismus ist Sozialismus für die Reichen.

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Michael Arndt

Ebenso simpel wie überzeugend:

Als Investmentbank bringe ich Facebook völlig überteuert an die Börse, verkaufe die Aktien leer, streue noch ein paar Gerüchte und decke mich anschließend billig ein.
Das ist das amerikanische Geschäftsmodell: an einer Transaktion doppelt und drefach verdienen...

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.05.2012 16:33 Uhr
Nicolas Gauguin

Leerverkäufe

Falls sie den Artikel aufmerksam gelesen hätten, wäre ihnen aufgefallen, das keine der involvierten Banken die Aktie leerverkauft hat. JPM und GS haben die Aktie verliehen, damit machen sie übrigens auch keinen Gewinn an fallenden Kursen.

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Julius Kimmle

Anschaulich

Endlich mal ein populäres Beispiel, damit breiten Kreisen diese schändliche Treiben der Investmentbanken vor Augen geführt wird. Sie verpflichten sich, die Aktie nicht zu verkaufen, aber vom Nichts-Verleihen stand wahrscheinlich nichts in den Agreements. Also tun sie das ungeniert.

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Björn Hiemer
Björn Hiemer (bhiemer) - 25.05.2012 13:47 Uhr

Die alte Masche

FB ist ein Heißluftpapier. Die veräußernden Banken tun dies, um ihren Gewinn zu maximieren. Eigentlich nichts weiter Auffälliges oder Ungewöhnliches. Warum die traurigen Augen? Enttäuscht? Über Banken? Da kann ich ja nur lachen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.05.2012 14:15 Uhr
Konstantin Schneider

Ach so

Sollen sich also alle Geschädigten an ihre Nase fassen und vor Scham im Erdboden versinken, weil sie an Märchen geglaubt haben? Es müssen wieder Regeln eingeführt werden, die den fortgesetzten Betrug verhindern.

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Herold Binsack
Herold Binsack (Devin08) - 25.05.2012 13:12 Uhr

„Alternativlos“

Das Einzige,worüber es sich aus meiner Sicht zu diskutieren lohnt,ist der Grund für die „Vertrauensseligkeit“ der Anleger.Stehen doch die genannten Banken im Ruf an der Finanzkrise–durch manipulative Akte–kräftig verdient zu haben.Gier und Dummheit mögen ja in einem gewissen Verhältnis zueinander stehen,aber sollen wir wirklich davon ausgehen,dass all diese Investoren dumme Leute sind?Es ist die „Alternativlosigkeit“ im aktuellen Marktgeschehen.Das heißt,dass das Finanzkapital für ein gesellschaftliches Verhältnis verantwortlich gemacht werden muss,aus dem es kein Entkommen mehr gibt.Auch und schon gar nicht für die besitzenden Klassen.Über alle gängigen Sparanlagen werden die Massen gnadenlos enteignet.So bleibt die riskante Anlage–über die Börse.Dieselbige,die,obwohl im Krisenverlauf als überwältigt blamiert,offenbar wichtigstes Instrument zur Bewältigung jeder Krise bleibend.Und während das Finanzkapital in solchen Krisen sich reorganisiert,verarmen die Massen ein weiteres Stück.

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Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 25.05.2012 13:03 Uhr

Von wegen verpatzt

da steckt m.E. eine unglaublich krimminelle Energie dahinter, von wem auch immer. Und viele lassen sich verführen!

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Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 25.05.2012 12:59 Uhr

Lug und Trug

Ein virtuelles Unternehmen hat die Idee, mit virtuellen Aktien an einer zunehmend virtuellen Börse virtuelles Geld zu generieren. Der virtuelle Rausch wird sich in Luft auflösen und die Spekulanten hoffentlich virtuelle Gewinne in reale Verluste verwandeln. Was ist das für eine Welt wo jeder jeden betrügt und die großen Betrüger sich wo auch immer entschulden und die kleinen auf ihren Schulden sitzen bleiben. Schuld ist immer das goldene Kalb und der schnöde Mammon.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.05.2012 15:34 Uhr
Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 25.05.2012 15:34 Uhr

Na ja, was für Sachwerte

bei Facebook? Ein paar Server mit Clouds, einige PC`s, Printer ect. Und diese Sachwerte sollen 100 Mrd. wert sein. Und jetzt hat nach Ihrer Meinung der Markt das bestraft und der virtuelle Wert von facebook ist nur noch 75 Mrd. wert? ja es ist so eine Sache mit der Börse, da haben Sie vollkommen recht.
Eine Diskriminierung zwischen Facebook und Bosch ist schon nötig, oder?

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Felix Andersen

@Ernst Schneck

"Und daß die Mauscheleien beim Börsengang sofort durch den Markt bestraft werden, das zeigt, daß er funktioniert."

Inwiefern bestraft? Durch den Kursrückgang? Gerade dadurch sollen beteiligte Banken laut CNN Money ja profitiert haben, indem sie short handelten. Die Großen machen Gewinne auf Kosten der Verluste der Kleinen. Das notfalls wohl auch dadurch, daß man durch Gewinnwarnungen kurz vor Börsengang die Talfahrt programmiert, dies aber nur ausgewählten Investoren bekanntgibt.
Hier werden keineswegs die "Betrüger" bestraft. Das kommt eventuell später durch Gerichte, aber das ist dann nicht mehr das System, das Sie meinen.

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Konstantin Schneider

Alles, was mit Börse zu tun hat, erleichtert Verbrechen

Weil es schon immer so wahr, dass bereits Gerüchte Kurse hoch- und niederschnellen lassen.
Und die sind schnell in die Luft gesetzt, seit es so einfach ist, miteinander zu kommunizieren.

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