http://www.faz.net/-gqm-7kn2b
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 20.12.2013, 13:08 Uhr

Mobile Nutzung Whatsapp kommt Facebook immer näher

Die Bedeutung der SMS schrumpft, mobile Nachrichtendienste werden immer beliebter. Facebook ist der Marktführer - doch Whatsapp rückt immer näher. Nun hat der Dienst die Marke von 400 Millionen Nutzern geknackt.

© dapd Noch liegt Facebook vorne, aber Whatsapp rückt näher an den Marktführer auf Smartphones heran

Rund 1,2 Milliarden Menschen loggen sich monatlich bei Facebook ein. 874 Millionen davon nutzen ihr Smartphone, um Kontakt mit anderen zu halten. Die Konkurrenten lagen bislang weit entfernt vom Marktführer. Doch Konkurrent Whatsapp, der 2009 gegründet wurde, kommt Facebook inzwischen immer näher. Im Blog „All Things D“ gibt das Start-up die Zahl der aktiven Nutzer mit 400 Millionen an. Aktiv bedeutet, dass ein Nutzer den Dienst mindestens einmal im Monat aufgerufen hat.

Damit hat Whatsapp innerhalb von vier Monaten rund 100 Millionen Nutzer hinzugewonnen. Firmenchef Jan Koum bezeichnet die neuen Zahlen als „Meilenstein, den keine anderer mobiler Messaging-Dienst erreicht hat“. Whatsapp-Nutzer verschicken inzwischen nach Angaben des Unternehmens rund 17 Milliarden Nachrichten am Tag, auch Bilder (500 Millionen am Tag) und Videos können gesendet werden. Die Bedeutung der SMS oder auch der MMS schrumpft damit, zumal Whatsapp nicht der einzige Dienst ist, der wächst.

Während bei Facebook die Werbung Geld einspielen soll, verlangt Whatsapp nach einer kostenlose Probephase einen Euro pro Jahr von seinen Nutzern. Kritik gibt es bei beiden Anbietern bezüglich des Datenschutzes. Das scheint viele aber nicht davon abzuhalten, ihre persönlichen Mitteilungen über die Smartphone-Dienste von Facebook und nun auch immer mehr von Whatsapp zu verschicken.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NET

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Dienstleistung Die Zahlungsbereitschaft für Online-Journalismus steigt

Eine Umfrage des Digitalverbandes Bitkom zeigt: Immer mehr Menschen sind bereit für Online-Journalismus zu zahlen. Auch die Onlinerecherche wird sich weiterentwickeln. Mehr Von Carsten Knop

22.06.2016, 21:56 Uhr | Wirtschaft
Buchbinder Bedrohte Leidenschaft

Zwei Buchbinder aus Frankfurt lieben ihr Handwerk. Aber immer weniger große Unternehmen nehmen ihre Dienste in Anspruch, die Innung hat sich aufgelöst. Der Jüngere der beiden hofft auf das Internet - der Ältere nicht. Mehr Von Jörn Wenge (Text) und Nina Hewelt (Bild)

03.06.2016, 12:20 Uhr | Rhein-Main
Doppelmord auf Facebook Live Eine Plattform für Verbrecher

Mark Zuckerberg glaubt, mit dem Livestreaming von Videos die Probleme der Menschheit zu lösen. Ein gewaltiger Irrtum: Er hat neue Probleme geschaffen und wird der Sache nicht Herr. Mehr Von Fridtjof Küchemann

15.06.2016, 17:35 Uhr | Feuilleton
Tauschwirtschaft in Venezuela Nudeln bei Facebook teilen

Statt Fotos und Emojis teilen die Venezolaner bei Facebook Nudeln und Mehl: Weil die Versorgungslage in dem südamerikanischen Land immer schlechter wird, werden die sozialen Netzwerke zu Tauschbörsen für alle möglichen Güter des täglichen Bedarfs. Mehr

14.06.2016, 18:33 Uhr | Gesellschaft
ARD und ZDF bei der Fußball-EM 1,6 Millionen Euro für den Experten?

Ein Mediendienst berichtet, die ARD zahle Mehmet Scholl ein Honorar von 1,6 Millionen Euro, Oliver Kahn verdiene beim ZDF ähnlich. Ist an den Zahlen etwas dran? Die ARD reagiert erzürnt. Mehr Von Michael Hanfeld

28.06.2016, 15:35 Uhr | Feuilleton
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden