29.05.2012 · So ehrfürchtig der Börsengang erwartet wurde, so tief ist die Enttäuschung: Die Facebook-Aktie ist erstmals unter 30 Dollar gefallen. Seit dem Börsenstart hat das soziale Netzwerk fast ein Viertel seines Wertes verloren.
Richtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Es würde mich nicht weiter wundern, wenn die Aktie weiter unter
Druck gerät und noch weiter talwärts rauscht. Bei diesem
Börengang haben nur die Big Boys/Girls von facebook gewonnen sonst
keiner. Der kleine Anleger wurde doch völlig über den Tisch
gezogen.
Die Schwachstruller der IPO Banken haben es in den ersten Tagen ja nicht
einmal auf die Reihe bekommen mit Stützungskäufen die Aktie
auf Ausgabewert zu halten. Ein Armutszeugnis in meinen Augen.
Aber das schlimmste von allen ist m.E. nicht der versaute
Börengang, sondern der Imageschaden den das Wertpapier Aktie
genommen hat.
Die Unternehmen, die ihre Hausaufgaben gemacht haben und demnächst
an die Börse gehen wollen um Geld einzusammeln, was sie wieder in
die reale Wirtschaft investieren wollen, (Anschaffung neuer Maschinen
z.B.) sind nämlich die, wo der Anleger dann keine Aktien mehr haben
will, weil er sich durch die Sauerrei wie es bei facebook gelaufen ist,
verar... vorkommt.
Das ist der Punkt der mich am meisten ärgert.
wird überall von einer Blase und einer Überbewertung
gesprochen ? Der Börsengang von Facebook hat genau das erbracht,
was er erreichen sollte. Die Erstinvestoren sind mit satten Gewinnen aus
dem Geschäft, die Konsortialbanken haben das Maximum am Markt
abgeschöpft und die Grossinvestoren haben am ersten Handelstag ihre
(günstigen) Pakete an all die Leute verkauft, die unbedingt
mitmachen wollten bei diesem Hype und zu jedem Kurz gezeichnet haben.
Alles in allem sind die üblichen Verdächtigen fein raus und
minus machen nur die die noch nie etwas am Markt zu suchen hatten.
Allein schon die Farce, 100 Milliarden einzusacken ohne auch nur die
Kontrolle über das Unternehmen abgeben zu müssen, hätte
jedem die Augen öffnen müssen.
Geraint Anderson hat vor vier Jahren die Machenschaften der Banken als "City boy" trefflich beschrieben, da er sie aus eigener Tätigkeit kannte. Konnte man nach dessen Auslassungen etwas anderes erwarten? Als normaler Bürger steht man fassungslos da, kann es nicht verhindern und weiss es auch nicht einzuschätzen. Am besten, man hält sich von alledem fern und hofft darauf, dass man nicht von den Ausläufern dieser Tornados doch irgendwie noch erwischt wird.
Wie sehr sich die Werte doch verschoben haben
Die Gier zum schnellen Geld
scheint den Geist für's Reale auszuschalten.
Recht so.
Absolut kein Mitleid.
An der Küste heißen Menschen, die mit Zukunfts-Chancen spekulieren »Tedsche mit de Utsichten«. Tedsche zeigt Bilder von Heringen, die er noch nicht gefangen hat mit einem Netz, das er noch nicht geknüpft hat, von einem Boot aus, das er noch nicht gebaut hat. Aber morgen finge er damit an. Und in 20 Jahren gehöre ihm eine Fabrikschiffflotte. An der könne man bereits heute Anteile erwerben. Zuckerberg hat m.E. ein ähnliches Geschäftsmodell. An dem konnte man bereits kürzlich Anteile erwerben ...
Facebook ist nur ein zehntel des Ausgabepreise wert. Facebook ist eine einfache Anwendung zum Kommunizieren und sonst nichts, das ganze drum herum mit der Werbung und Nutzerverhalten ist doch Micky-Mauskram.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.05.2012 08:22 UhrSeit dem Börsenstart hat das soziale Netzwerk fast ein Viertel seines Wertes verloren.
Facebook war doch niemals die 38 US$ pro Aktie wert. 3-4 US$ pro Aktie wäre ein realistischer Wert gewesen, also hat die Aktie nicht an Wert verloren, sondern die Zocker sind klassisch über den Tisch gezogen worden.
Klar ist, dass Facebook für Unternehmen ein interessantes und bei
richtiger Nutzung ein wertvolles Marketinginstrument ist.
Aber wie kann man sich derart in den Börsengang eines Unternehmens
hineinsteigern? Messen wir Facebook doch anhand von Tatsachen, nicht
anhand von Spekulationen. Und Tatsache ist...
- 2010 ein Umsatz von einigen Hundert Millionen US-Dollar
- 2011 ein Umsatz 3,7 Mrd. US-Dollar
- das wars.
Das ist zwar beeindruckend, aber wie kommt man bitte dann auf einen
Börsenwert von über 100 Mrd. US-Dollar? Ganz einfach: Hype,
Hype und nochmal Hype. Die Amerikaner sind anfällig für Hypes:
Ganz anders als wir deutschen ist es dort sehr einfach, die Menschen (in
diesem Fall Anleger) für etwas Neues zu begeistern. Das ist Fluch
und Segen zugleich - beeindruckende Startups z. B. sind bei uns viel
schwieriger zu realisieren als dort.
Aber in diesem Fall reiht sich Facebook als Blase in die
Geschichtsbücher ein. Und der Song "Hyper Hyper" bekommt
eine ganz neue Bedeutung...
Facebook-Aktie notiert erstmals unter 30 Dollar
Bravo!
Wann wird denn endlich auch der Letzte begreifen, dass die Formel simpel
ist:
Kein Produkt + heiße Luft = kein Wert
Für angelsächsische Mathematik vielleicht zu hoch?
ein KGV von 100! So stands überall zu lesen - doch wer griff denn da zu? Ein KGV von 30 bei Wachstumsunternehmen mit dauerhaft zweistelligen Umsatzzuwächsen - vielleicht okay; ein KGV von 20 bei bei absoluten Top-unternehmen - vielleicht okay; aber ein KGV von 100...?!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.05.2012 23:17 UhrFrau Mersmann
Doch Sie sehen das KGV beim IPO noch zu glimpflich; es betrug 129 bei
einem Jahresgewinn von 0,7% der hochgejubelten IPO-Marktkapitalisierung
(Quelle: Bloomberg).
Diese Pleite war so offensichtlich angesagt, dass auch ich kein Geld auf
der Straße liegen lassen
wollte, short kaufte und weiterhin short kaufen werde, weil es da noch
viel Spielraum nach unten geben wird. Wie am 1. Börsen-Tag von mir
angesagt, gab es nie eine bessere Möglichkeit, so einfach und
sicher Geld zu verdienen.