Die Internet-Kommunikationsplattform Facebook will E-Mails, Chats und SMS miteinander verknüpfen: Mit dem neuen Angebot „Facebook Messages“ werden alle für einen Nutzer im Netz relevanten Kommunikationssysteme auf ein einziges Portal verschmolzen, das auf einen Blick Auskunft über alle Arten von privaten oder beruflichen Nachrichten bieten soll. So soll sich Facebook noch tiefer im digitalen Leben seiner inzwischen mehr als 500 Millionen Nutzer eingraben und vor allem dem Konkurrenten Google einen Schlag versetzen, der sich an einer ähnlichen Plattform schon vergeblich versucht hat.
Das Angebot, das Facebook seinen Nutzern unterbreitet, klingt zunächst verlockend. Denn tatsächlich beginnen die ersten in der Flut ihrer Nachrichten, die auf mobilen oder stationären Computern und unterschiedlichsten Websites eingehen, zu versinken. Perspektivisch wäre es sogar vorstellbar, auch Sprach- und Videonachrichten in die Übersicht von „Facebook Messages“ zu integrieren. Doch sollte der Nutzer von diesem Paradiesapfel die Finger lassen. Facebook hat in seiner jungen Unternehmensgeschichte viele Beispiele dafür geliefert, dass der Datenschutz nicht an erster Stelle der Unternehmensstrategie steht.
Keinem Staat der Welt würde man das Vertrauen schenken, ohne richterlichen Beschluss Zugriff auf sämtliche persönlichen Briefkästen zu bekommen. Warum sollte ausgerechnet Facebook dieses Privileg erhalten, um die Daten dann auch noch vor unerlaubten Zugriffen Dritter zu schützen? Die Internetgemeinde sollte Facebook für sein neues Angebot die Rote Karte zeigen.
SEHR VERNÜNFTIG!
Rupert Brasch (aepfelundbirnen)
- 16.11.2010, 23:20 Uhr
Dieser Artikel bringt es auf den Punkt
Jan Abratis (zerojan)
- 16.11.2010, 23:41 Uhr
Es bleibt doch jedem selber überlassen
Bernd Raedle (berndle)
- 17.11.2010, 00:22 Uhr
Schickt besser einen Blumenstrauß
(McKiri)
- 17.11.2010, 00:27 Uhr
Facebook hat meine Daten sowieso
fritz Teich (fazfazfaz123)
- 17.11.2010, 00:34 Uhr