Home
http://www.faz.net/-gqm-73y3q
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
CIO View

Citigroup muss zahlen Erste Strafe für den Facebook-Börsengang

Der Börsengang von Facebook lief miserabel. Jetzt ist dafür die erste Strafe verhängt worden: Zwei Millionen Dollar muss die Citigroup zahlen.

© dapd

Im Zusammenhang mit den Pannen beim Börsengang von Facebook ist erstmals eine der Konsortialbanken zu einer Strafzahlung verdonnert worden. Die amerikanische Großbank Citigroup müsse wegen der unrechtmäßigen Weitergabe vertraulicher Umsatzprognosen und Einschätzungen von Geschäftsrisiken im IPO-Vorfeld zwei Millionen Dollar zahlen, teilte die Finanzaufsicht des Bundesstaates Massachusetts am Freitag mit.

Denn den Instituten, die den mit 16 Milliarden Dollar größten Börsengang eines Technologiekonzerns begleiteten, sei es bis 40 Tage nach der Erstnotiz verboten gewesen, schriftlich über das weltgrößte soziale Online-Netzwerk zu berichten.

Citigroup entlässt Mitarbeiter

Die Citigroup akzeptierte die Strafe und entließ wegen des Vorfalls ihren obersten Internet-Analysten und einen seiner Mitarbeiter. Der Chef-Experte hat der Bank zufolge seinen Untergebenen nicht ausreichend überwacht, der Analysen an einen Technologie-Blog weitergab. Die Behörde untersucht auch das Verhalten der Konsortialbanken Morgan Stanley, Goldman Sachs und JPMorgan.

Der auch von technischen Pannen begleitete Börsengang im Mai hat die Aufsichtsbehörden auf den Plan gerufen und ist Gegenstand mehrerer Klagen. Dabei steht auch die umstrittene Senkung von Geschäftsprognosen durch Banken kurz vor dem Börsengang im Mittelpunkt, die nur an einen ausgewählten Kundenkreis gegangen sein sollen. Die Facebook-Aktie war nach ihrer mit großer Euphorie erwarteten Erstnotiz schon bald wegen aufkommender Zweifel an den Geschäftsaussichten abgestürzt.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.net / Reuters

 
()
Permalink

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Amerikanische Manager Lieber Regionalbank als Wall Street

Mehr mitgestalten, näher dran sein und eine bessere Work-Life-Balance haben: Amerikanische Bank-Manager lassen sich zunehmend von Regionalbanken abwerben. Die Riesen an der Wall Street gucken in die Röhre. Mehr

30.08.2015, 08:00 Uhr | Beruf-Chance
Neue Anschläge von Boko Haram Pannen und Gewalt begleiten Wahlen in Nigeria

Das Verhalten des Wahlverlierers dürfte bestimmen, ob es im bevölkerungsreichsten Land Afrikas friedlich bleibt oder zu Gewaltexzessen wie 2011 kommt, als 800 Menschen bei Unruhen nach der Wahl starben. Mehr

30.03.2015, 09:31 Uhr | Politik
Hass auf Facebook 4800 Euro Strafe für Hetze gegen Ausländer

Im Internet forderte ein 34 Jahre alter Berliner die Erschießung oder Vergasung von Ausländern. Der Staatsschutz ermittelte. Nun wurde der Mann zu einer hohen Strafe verurteilt. Mehr

21.08.2015, 20:50 Uhr | Politik
Familienministerin Minderjährige Flüchtlinge sollen bundesweit betreut werden

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will minderjährige unbegleitete Flüchtlinge künftig nach einem Quotensystem auf alle Bundesländer verteilen. Mehr

21.07.2015, 09:33 Uhr | Politik
Online-Kreditgeschäfte Goldman Sachs nähert sich den Normalverdienern

Mit Online-Kreditgeschäften will Goldman Sachs vom Wachstum neuer Finanztechnologien profitieren. Dabei ist der Markt für Normalverdiener allerdings schon gut besetzt. Mehr Von Norbert Kuls

20.08.2015, 10:45 Uhr | Finanzen

Veröffentlicht: 28.10.2012, 10:37 Uhr


Facebooks Aktienkurs
Name Kurs Änderung
  Facebook --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden