Home
http://www.faz.net/-gqo-78m8g
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Auch in zweiter Instanz Facebook setzt sich in Klarnamen-Streit durch

Das Internet-Netzwerk darf von seinen Nutzern weiterhin die Anmeldung mit ihrem echten Namen verlangen. Ein Datenschützer musste in seinem Kampf um Pseudonyme auch in der zweiten Instanz eine Schlappe einstecken.

© dapd Vergrößern Verstecken unerwünscht: Facebook will Klarnamen

Facebook darf von seinen Mitgliedern auch weiterhin verlangen, dass sie sich mit ihrem wirklichen Namen anmelden. Mit dieser Eilentscheidung gab das Oberverwaltungsgericht Schleswig Klagen des Unternehmens gegen den Datenschutzbeauftragten von Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, statt. Wie schon zuvor das Verwaltungsgericht in der ersten Instanz kamen nun auch die Oberverwaltungsrichter zu dem Schluss, Weichert sei für Facebook gar nicht zuständig, weil es die Daten in Computern in Irland verarbeite.

Weichert will das soziale Netzwerk hingegen zwingen, Pseudonyme zu akzeptieren. Kritiker werfen dem Datenschutzbeauftragten allerdings vor, er verletze das Gebot der Sachlichkeit, das für Behörden gelte. Er hatte vergangene Woche in einer Presseerklärung geschrieben: „Es ist dreist, wie Facebook politisch Verantwortliche für dumm zu verkaufen versucht.“ Das Unternehmen verstoße in vieler Hinsicht gegen deutsches und europäisches Datenschutzrecht: „Facebook wird immer dreister - die deutsche Politik schaut zu und macht mit.“ Nach Weicherts Ansicht dürfen Politiker und Amtsleiter das Netzwerk nicht mehr nutzen.

Mehr zum Thema

Quelle: jja./F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Krise in Kiel Und was wird jetzt aus Weichert?

Die Umstände erinnern an die gescheiterte Wahl von Heide Simonis: Im Kieler Landtag ist der profilierte Datenschützer Thilo Weichert vom eigenen Lager geschasst worden. Mehr

11.07.2014, 16:06 Uhr | Politik
Menlo Park Facebook finanziert Polizistenstelle am Firmensitz

Der unternehmenseigene Sicherheitsdienst ist das eine: Am Firmensitz in Menlo Park hat Facebook eine Polizeistation eingerichtet und finanziert neuerdings eine Polizistin. Zum Wohle aller, selbstverständlich. Mehr

15.07.2014, 16:13 Uhr | Feuilleton
Kurznachrichten-Dienst EU überprüft WhatsApp-Übernahme

Facebook hat WhatsApp für 19 Milliarden Dollar übernommen. Die Behörden Großbritanniens, Spaniens und Zypern prüfen das bereits. Nun nehmen sich auch die Wettbewerbshüter in Brüssel der Sache an. Mehr

13.07.2014, 16:36 Uhr | Wirtschaft

Facebooks Aktienkurs
Name Kurs Änderung
  Facebook --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden