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Computerspiele Spiele-Pionier Atari stellt Insolvenzantrag

Atari hat in den Vereinigten Staaten Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen, das mit Spielen wie „Pong“ und „Asteroids“ die Anfänge der Computerspiele begründete, will sich mit der Hilfe neuer Investoren auf das mobile Spielen konzentrieren.

© dpa Atari kämpft seit längerem mit Problemen

Der Computerspiele-Pionier Atari hat einen Insolvenzantrag für sein Geschäft in den Vereinigten Staaten gestellt, um sein Geschäft neu aufzustellen. Das mehr als 30 Jahre alte Unternehmen, das mit Spielen wie „Pong“ oder „Asteroids“ einst an den Anfängen der Computerspiele-Industrie stand, will sich unter Schutz vor seinen Gläubigern sanieren. Atari kämpfte nach der Blütezeit in den 80er Jahren schon lange mit Problemen.

Das Ziel sei, das Amerika-Geschäft von der französischen Mutterfirma abzutrennen und mit dem Geld neuer Investoren eigenständig fortzuführen, berichteten die „Los Angeles Times“ und die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Die Zukunft von Atari solle danach unter anderem in mobilen Spielen liegen. Es seien bereits mehrere Millionen Dollar für die Fortführung des Geschäfts gesichert worden, hieß es. Atari stellt schon lange keine eigenen Konsolen mehr her, sondern entwickelt nur noch Spiele.

Der Großteil des Atari-Geschäfts liegt in den Vereinigten Staaten, das Unternehmen hat den Konzernsitz aber nach einer Übernahme in Europa und ist an der französischen Börse notiert. Jetzt stellten die Amerika-Tochter Atari Inc. und drei weitere Firmen am späten Sonntag einen Insolvenzantrag in New York.

Hintergrund des Insolvenzantrags ist auch die Trennung vom bisherigen Geldgeber BlueBay Asset Management, wie die „Los Angeles Times“ berichtete. Eine Kreditlinie über 28 Millionen Dollar sei zum Jahresende 2012 ausgelaufen und damit sei Atari ohne Geld für die Weiterentwicklung laufender Projekte gewesen. Versuche, schnell frische Mittel aufzutreiben, seien unter anderem an der französisch-amerikanischen Unternehmensstruktur gescheitert.

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Atari, gegründet 1972, fing mit Spieleautomaten an und war später ein Pionier im Spielekonsolen-Markt und auch bei Heimcomputern. Die Apple-Gründer Steve Jobs und Steve Wozniak arbeiteten 1975 kurze Zeit bei Atari, kurz bevor sie sich selbstständig machten. In den folgenden Jahren konnte Atari jedoch sowohl bei Spielekonsolen als auch bei Computern nicht mit erfolgreicheren Konkurrenten mithalten. Seit den 80er Jahren gab es eine Serie von Aufspaltungen und Eigentümerwechseln, häufig begleitet von finanziellen Problemen.

Quelle: dpa

 
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Veröffentlicht: 21.01.2013, 12:01 Uhr


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