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Computerspiele : Ideenklau-Streit von Zynga und Electronic Arts beigelegt

  • Aktualisiert am

Zynga-Manager Mark Skaggs stellt „The Ville“ vor - das Spiel, für das Zynga verklagt wurde. Bild: Unternehmen

Hat Spieleanbieter Zynga Ideen für sein Spiel „The Ville“ von den „Sims“ geklaut, die der Konkurrent Electronic Arts entwickelt hat? Diesen Streit trugen die Unternehmen ein halbes Jahr lang vor Gericht aus. Nun haben sie sich geeinigt.

          Die Computerspiele-Anbieter Electronic Arts und Zynga haben ihren Streit über Ideenklau und unfairen Wettbewerb nach rund einem halben Jahr beigelegt. Die Einigung wurde ohne weitere Details in Gerichtsunterlagen mitgeteilt.

          Eletronic Arts hatte Zynga, den Anbieter populärer Online-Spiele wie „Farmville“ im vergangenen August verklagt. Der Vorwurf: Zyngas Simulation „The Ville“ kopiere urheberrechtlich geschützte Elemente des Spiels „The Sims Social“ von Electronic Arts. Es ging unter anderem um das Aussehen von Figuren und Räumen sowie Spielabläufe und Animationen. Zynga erklärte, man habe solche Konzepte noch vor „The Sims Social“ entwickelt.

          Zudem preschte der Spezialist für Online-Spiele mit eigenen Vorwürfen vor: Electronic-Arts-Chef John Riccitiello habe versucht, mit Drohungen den Wechsel von Managern zum damals aufstrebenden Online-Konkurrenten zu verhindern.

          Virtuelle Traktoren verkaufen sich nicht mehr so gut

          Bei beiden Unternehmen läuft das Geschäft derzeit nicht glatt. Electronic Arts mit seinen aufwendigen und teuren Spielen wie „Need For Speed“ oder der „Fifa“-Serie macht die Konkurrenz der Online-Rivalen sowie der günstigen Spiele für Smartphones und Tablets zu schaffen. Sie binden die Aufmerksamkeit der Spieler und drücken mit ihren zum Teil kostenlosen Angeboten die Preise. Deshalb versuchen die Großen der Branche immer mehr, auch selbst in dieses Geschäft vorzustoßen.

          Aber auch Zynga hat derzeit zu kämpfen. Das Interesse der Spieler scheint nachzulassen und der Verkauf digitaler Gegenstände wie virtueller Traktoren erweist sich als eine doch nicht so sichere Einnahmequelle. Zuletzt liefen immer wieder Verluste auf, das Wachstumstempo bremste sich stark ab. Die Aktie hängt bei drei Dollar fest, während der Ausgabekurs 2011 noch bei zehn Dollar lag. Gründer Mark Pincus baut unter anderem auf den Einstieg ins Online-Glücksspiel, um die Geschäfte anzukurbeln.

          Quelle: DPA

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