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Computerspiele Boombranche mit verhaltenem Umsatz

23.08.2006 ·  Game Boy, X-Box und Co hatten in der ersten Jahreshälfte mit einer eher flauen Nachfrage zu kämpfen. Auf der Computerspielemesse „Games Convention“ hat die Branche erklärt, warum sie trotzdem auf dem Markt für Computerspiele weiterhin Wachstum erwartet.

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Durch den heißen Sommer und die Fußball-Weltmeisterschaft ist die Nachfrage nach Computer- und Konsolenspielen in Deutschland im ersten Halbjahr verhalten ausgefallen.

In den ersten sechs Monaten habe der Branchenumsatz lediglich um ein Prozent auf 469 Millionen Euro zugelegt, teilte der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) am Mittwoch auf Europas größter Computerspielemesse „Game Convention“ in Leipzig mit.

Mobile Konsolen sind beliebt

Während der Markt für PC-Spiele um sieben Prozent auf 219 Millionen Euro schrumpfte, legte der Umsatz mit Software für Videospielkonsolen um acht Prozent auf 250 Millionen Euro zu, wie BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters bekannt gab.

Vor allem die Spiele für mobile Konsolen wie den Nintendo Game Boy und die Sony Playstation Portable hätten zu dem Wachstum beigetragen.

Mehr Umsatz als die Filmindustrie

Wolters zeigte sich trotz der verhaltenen Entwicklung zufrieden. Üblicherweise gehe der Markt für Videospiele in einem Übergangsjahr wie 2006 zurück. Die Anbieter Nintendo und Sony bringen noch im laufenden Jahr eine neue Produktgeneration von Konsolen auf den Markt.

Für das kommende Jahr sei daher mit Wachstum zu rechnen, teilte Wolters mit. Im vergangenen Jahr habe die Branche mit einer Milliarde Euro mehr umgesetzt als die Filmindustrie. Bis 2009 werde ein Umsatz von etwa drei Milliarden Euro erwartet.

Keine Männerdomäne mehr

Messegeschäftsführer Josef Rahmen sagte, Computerspiele gehörten mittlerweile selbstverständlich zur Freizeitgestaltung. „Es ist auch keine Männerdomäne mehr, 25 Prozent der Nutzer sind Frauen“, betonte Rahmen. Im Vorjahreszeitraum lag der Anteil der weiblichen Spieler noch bei 22 Prozent und in den ersten sechs Monaten 2004 nur bei 20 Prozent. Drei Viertel der Spieler sind damit aber nach wie vor männlich.

Besonders beliebt sind bei den weiblichen Jugendlichen demnach tragbare Spielgeräte, die in der Hand gehalten werden wie zum Beispiel PlayStation Portable. Der Anteil der Mädchen bei diesen Videospielen kletterte laut BIU in der ersten Jahreshälfte 2006 auf 36 Prozent.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AP und Reuters
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Von Holger Steltzner

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