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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Computer Chinesen übernehmen PC-Geschäft von IBM

 ·  IBM verkauft seine PC-Sparte für 1,25 Milliarden Dollar an Chinas größten Hersteller von Personal-Computern, Lenovo - die bisher größte chinesische Auslandsinvestition in der IT-Branche.

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Der größte chinesische Computerhersteller Lenovo übernimmt das Personal-Computer-Geschäft von IBM. Mit einer Investition von 1,25 Milliarden Dollar kauft Lenovo einen Mehrheitsanteil an dem Unternehmen, wie Lenovo-Präsident Liu Chuanzhi am Mittwoch ein Peking mitteilte. Es ist die bisher größte chinesische Auslandsinvestition in der Informationstechnologie. Der Technologiekonzern, der bisher kaum außerhalb des Heimatmarktes China tätig ist, wird mit diesem Schritt zum drittgrößten PC-Hersteller der Welt.

Die Übernahme schließt das globale IBM-Geschäft mit Desktop- Computern, Laptops sowie Forschung und Entwicklung ein. Neuer Präsident wird der Chinese Yan Yuanqing. Das Unternehmen Lenovo, das unter dem Namen Legend groß geworden ist, ist Marktführer in Asien und hält in China einen Marktanteil von 27 Prozent. Der Handel mit seinen Aktien an der Hongkonger Börse war am Vortag auf Wunsch von Lenovo ausgesetzt worden, was mit einer bevorstehenden Ankündigung begründet wurde.

Hauptsitz in New York

IBM erhalte für den Verkauf 650 Millionen Dollar in bar und bis zu 600 Millionen Dollar in Lenovo-Aktien, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Lenovo übernimmt auch Schulden von IBM, so daß die Vereinbarung den Angaben zufolge insgesamt einen Umfang von 1,75 Milliarden Dollar hat. Hauptsitz des Lenovo-PC-Geschäfts wird künftig New York sein. Für die Beschäftigten solle die Übernahme ohne größere Auswirkungen bleiben, hieß es.

IBM nennt keine genauen Zahlen für das PC-Segment. Das Geschäft bildet den größten Teil der Sparte Personal Systems Group, zu der unter anderem auch elektronische Kassensysteme gehören. Analysten schätzen den Jahresumsatz des PC-Geschäfts auf rund 10 Milliarden Dollar, das Geschäft dürfte nach ihrer Ansicht nur einen sehr kleinen Gewinn abwerfen. Das Unternehmen konzentriert sich schon seit einiger Zeit mehr auf die lukrativeren Netzwerkrechner (Server), darüber hinaus gehören Dienstleistungen und Software zu den erklärten Wachstumsgebieten.

Geschäft längst ausgelagert

Schon heute überläßt IBM die PC-Herstellung Vertragspartnern, einschließlich des Joint-Ventures mit dem chinesischen Unternehmen Great Wall Technology. In der PC-Sparte, in die IBM vor rund 25 Jahren eingestiegen ist, sind weltweit rund 10.000 Mitarbeiter beschäftigt, davon weniger als ein Viertel in Amerika. In China bauen bereits mehr als 4.000 Beschäftigte für IBM Personal-Computer zusammen. International Business Machines wird nur noch einen Anteil von 18,5 Prozent an dem Unternehmen halten.

Die Übernahme ist ein Meilenstein in der Strategie des chinesischen Herstellers, sich als globale Computerfirma zu etablieren. Die größte Herausforderung für Lenovo werde es sein, die Reputation aufrecht zu erhalten, hatte die Gartner-Analystin Annie Chung Berichte über ein mögliches Geschäft zwischen IBM und Lenovo kommentiert. „Der wichtigste Punkt ist, wie sie den Markennamen halten, das Ansehen, wenn der Zusammenschluß erfolgreich abgeschlossen wird", sagte sie.

Quelle: @tor mit Material von lid./F.A.Z., dpa, AP, Reuters, Dow Jones
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