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Browser Bundesamt warnt vor Google Chrome

 ·  Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat sich kritisch zum neuen Google Browser Chrome geäußert. Es sei problematisch, dass Google ein Produkt in der Testversion einer breiten, zum Teil technisch wenig versierten Öffentlichkeit zugänglich mache.

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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat vom Gebrauch des neuen Google-Browsers Chrome abgeraten. „Google Chrome sollte nicht für den allgemeinen Gebrauch eingesetzt werden“, sagte Sprecher Matthias Gärtner der „Berliner Zeitung“.

Es sei problematisch, dass Google ein Produkt in der Testversion aufgrund seiner Marktmacht einer breiten, zum Teil technisch wenig versierten Öffentlichkeit zugänglich mache. Chrome sei zwar „bequem, aber kritisch“, weil das Programm noch nicht ausgereift sei und Google in großem Stil Daten sammle.

Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Google mit dem Browser nun alle wichtigen Bereiche im Internet vom E-Mail-Programm über die Suche bis zu rein internetbasierten Textverarbeitungsprogrammen abdeckt, warnte der BSI-Sprecher: „Aus sicherheitstechnischen Gründen ist die Anhäufung von Daten bei einem Anbieter kritisch“.

Rund 1,4 Prozent aller Surfer nutzen den neuen Browser

Gärtner empfahl, die Nutzungsbedingungen von Google-Chrome sehr genau zu lesen. Darin stehe unter anderem, dass Google Daten mitlese, die in die Adresszeile eingegeben würden. Das ist technisch nötig, damit der Suchmaschinenkonzern bereits mit der Eingabe des ersten Buchstabens mögliche Internetseiten empfehlen kann

Auch der Sicherheitsexperte Daniel Bachfeld vom Branchendienst „heise.de“ und dem Computermagazins „c't“ warnte davor, das neue Programm zu nutzen: „Ich rate davon ab, mit Google Chrome außer zu Testzwecken zu surfen“, sagte er. Normale Nutzer, die nicht über die Kenntnisse verfügten, Google bei seiner Datensammelwut durch bestimmte Einstellungen auszutricksen, sollten den Gebrauch von Google-Produkten stark einschränken. Die Größe des Datenpools, über den das Unternehmen dann verfüge, sei „beängstigend und wird Begehrlichkeiten wecken, möglicherweise auch bei Ermittlungsbehörden“, sagte Bachfeld.

Weltweit haben bereits zahlreiche Nutzer auf Chrome umgestellt: Nach Angaben des amerikanischen Branchendienstes Market Share nutzten am Samstagmittag rund 1,4 Prozent aller Surfer den neuen Browser.

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Protektionismus nach Brüsseler Art

Von Hendrik Kafsack, Brüssel

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