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Bose Connect : Spioniert die App für kabellose Kopfhörer?

  • Aktualisiert am

Ein Käufer von kabellosen Bose-Kopfhörern verlangt Schadenersatz. Bild: Frank Röth

Kopfhörer-Hersteller Bose soll Daten über abgespielte Musik an Dritte weitergegeben haben. Das will sich ein amerikanischer Kunde nicht gefallen lassen.

          Der Edelradiohersteller Bose soll einer Klage zufolge mit Apps für seine Funkkopfhörer die Privatsphäre von Kunden verletzt haben. Das Unternehmen aus dem amerikanischen Bundesstaat Massachusetts missachte den Datenschutz bei der Software vollkommen, heißt es in der Klageschrift, die am Dienstag bei einem Bundesgericht in Chicago eingereicht wurde. Geplant ist demnach eine Sammelklage. Bose selbst reagierte am Mittwoch nicht auf Anfragen.

          In der Klage geht es um eine Software namens Bose Connect, die sich Kunden kostenlos auf ihr iPhone oder Android-Smartphone laden können. Darüber sammele das Unternehmen Daten über Musik, Podcasts und andere Dateien, die sich Kunden anhörten, und leite diese Informationen an andere Firmen weiter.

          Der Kläger Kyle Zak hatte sich nach eigenen Angaben einen Bose-Kopfhörer für 350 Dollar gekauft. Er beantragte, dass Bose Käufern der entsprechenden Geräte Schadenersatz in Millionenhöhe leistet. Er sei überrascht gewesen zu erfahren, dass der Hersteller „alle verfügbaren Informationen“ von seinem Smartphone an Datenanalysefirmen wie Segment.io weitergebe. In der Klageschrift heißt es weiter, die Daten über die Songauswahl der Kunden verräten viel über ihre Persönlichkeit, Verhalten und religiöse Ansichten. Deshalb sei die Verbreitung dieser Daten ein Verstoß gegen den Schutz der Privatsphäre.

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