http://www.faz.net/-gqe-7sxtu

Bildernetzwerk : Pinterest kommt nach Deutschland

  • Aktualisiert am

Jetzt auch Pasta aus Deutschland: Pinterest will im deutschen Markt präsenter werden und startet mit eigenem Team. Bild: Screenshot pinterest.com

Kochrezepte, Taschen oder Hochzeitsfotos: Bislang nutzen vor allem amerikanische Hausfrauen Pinterest als digitales Schaufenster. Jetzt will das Bildernetzwerk wachsen.

          Pinterest, das amerikanische Online-Netzwerk für Bilder, kommt nach Deutschland. Zunächst sollen insgesamt drei Mitarbeiter von Berlin aus die Plattform voranbringen. Zum Chef für den deutschsprachigen Raum wurde  Medienmanager Jan Honsel berufen, wie Pinterest am Mittwoch mitteilte. Er war zuvor unter anderem beim Verlagshaus Gruner+Jahr aktiv. Honsel nutzt Pinterest selbst aktiv, auf seinem Profil findet man über 5000 Fotos zu Start-Ups, Superhelden oder dem Sauerland.

          Mit dem eigenen Team für Deutschland, Österreich und die Schweiz wolle das Netzwerk bekannter werden und schneller neue Mitglieder gewinnen, erklärte der für das internationale Geschäft zuständige Manager Matt Crystal. Das Team komplettieren Jana Würfel und Anna Neumann, die bislang für den Onlineshop Dawanda gearbeitet haben. Die Produkte von Dawanda wie Accessoires, Taschen oder Schmuck sind auch beliebtes Fotomotiv in dem vor allem von Frauen genutzten Netzwerk. Manche Nutzer finden die Seite gar „klischeehaft weiblich“.

          Das deutsche Team solle die Nutzergemeinde aus der Nähe besser betreuen und zugleich geschäftliche Partnerschaften entwickeln. Der Fotodienst, bei dem Nutzer Bilder aus dem Internet sammeln und miteinander teilen können, macht gerade erste Versuche mit Werbung. Vor kurzem ergänzte Pinterest das Angebot zudem um eine Funktion, mit der Nutzer Nachrichten untereinander verschicken können.

          Gründer Ben Silbermann entwickelte das Netzwerk ursprünglich, weil er schon als Kind gerne Dinge sammelte und seine Fundgrube auch anderen präsentieren wollte. Silbermann, der zuvor bei Google arbeitete, fand seine Zielgruppe dann aber nicht in der Tech-Szene des Silicon Valley, sondern vornehmlich in Hausfrauen, die Produkte, die ihnen gefallen, in das virtuelle Schaufenster stellen.

          Weitere Themen

          Steine statt Perlen

          Schmuckdesign aus Schweden : Steine statt Perlen

          Seit Kronprinzessin Victoria vor vier Jahren eine ihrer Ketten trug, ist der Schmuck von Märta Larsson gefragt. Die Designerin setzt auf handverlesene Steine aus der ganzen Welt.

          Mit Polen im Schaufenster

          Robert Lewandowski : Mit Polen im Schaufenster

          Polen selbstlos dienen und sich selbst ins Rampenlicht stellen: Robert Lewandowski steht bei der WM vor einem Spagat. Gegen Senegal hat er erstmals die Chance, auf der größten Bühne des Fußballs sein Können zu beweisen.

          Topmeldungen

          Seehofer warnt Merkel : „Wo sind wir denn?“

          Horst Seehofer erhöht im unionsinternen Streit noch einmal den Druck auf Angela Merkel. Der CSU-Chef warnt die Kanzlerin, ihn als Innenminister zu entlassen – und droht mit einem Koalitionsbruch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.