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Bewertungssystem in der Kritik Verärgerte Ebay-Kunden rufen zum Streik auf

06.02.2008 ·  Das Internet-Versteigerungsportal Ebay verärgert seine Kunden mit einer drastischen Änderung des Bewertungssystems. Künftig sollen Verkäufer ihre Handelspartner nicht mehr negativ bewerten können. Die drohen jetzt mit Klagen und Streiks.

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Die Internet-Auktionsfirma Ebay ändert ihr Bewertungssystem. Verkäufer können in wenigen Wochen keine negativen Beurteilungen über Käufer mehr abgeben, wie das Unternehmen aus dem kalifornischen San Jose am Dienstag auf seiner Internetseite ankündigte. Der neue Chef von Ebay, John Donahoe, der ab April die bisherige Vorstandsvorsitzende Meg Whitman ablösen wird, hatte das neue Bewertungssystem bereits in der vergangenen Woche angekündigt. Seitdem protestieren Ebay-Verkäufer gegen diese einschneidende Änderung.

Das neue Bewertungssystem soll in den Vereinigten Staaten von Mai an gelten, in Deutschland ist der genaue Startzeitpunkt noch offen. Ebay fürchtet nach eigenen Angaben, dass Käufer aus Angst vor „Rache-Bewertungen“ keine negativen Kommentare über Verkäufer abgeben. Beschwerden über Käufer könnten die Verkäufer aber weiterhin direkt bei Ebay abgeben. Ebay könne dann das betreffende Konto sperren.

Einige Verkäufer drohen sogar mit Klage

In Internet-Foren vor allem auf den Ebay-Seiten protestieren Verkäufer gegen die Änderung des Bewertungssystems. Einige drohen mit Klage, andere rufen zum Streik der Verkäufer vom 18. bis 25. Februar auf. „Die Käufer können jeden Verkäufer meiden, der nicht zu 99 Prozent positiv beurteilt wurde. Aber der Verkäufer darf keinerlei negative Bewertung über Käufer abgeben? Das ist ja wirklich gerecht!“, schreibt ein anonymer Verkäufer auf der amerikanischen Ebay-Seite.

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Von Holger Steltzner

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