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Arbeitsmarkt: Medien Günstiges Marktumfeld

27.08.2007 ·  Mit solidem ökonomischen Wissen und Verständnis für den kreativen Produktionsprozess ist eine Karriere im Mediengeschäft denkbar. Doch Finanzinvestoren, die kühl kalkulieren, spielen dort eine immer größere Rolle.

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Die deutschen Medienunternehmen brechen zu neuen Ufern auf. Mit intern ausgegebenen Slogans wie „Online first“ (Axel Springer) oder „Expand your brand“ (Gruner + Jahr) wollen Großverlage mit ihren etablierten Marken neue Einnahmequellen erschließen - häufig in den digitalen Medien. Berufseinsteiger profitierten von dieser neuen Gründerzeit, sagt Armin Rott, Junior-Professor an der halbstaatlichen Hamburg Media School (HMS). Der Ökonom unterrichtet in der 2003 gegründeten Hochschule im Studiengang Medienmanagement.

„Absolventen, die aus ihrer Ausbildung über aktuelles Know-how verfügen und zudem wegen ihres Alters schon mit dem Internet aufgewachsen sind, haben gute Chancen“, sagt Rott. An der HMS, die von Medienunternehmen wie Springer, RTL, NBC oder Ufa mitfinanziert wird, schließen jedes Jahr zwischen 15 und 18 junge Medienmanager ihr zweijähriges Aufbaustudium mit einem MBA-Titel ab.

Karrieren werden immer schnelllebiger

Das Marktumfeld ist günstig: Viele Medienunternehmen verdienen wegen der anziehenden Werbekonjunktur gut und wenn Geld in der Kasse ist, wird auch eingestellt. „Im Medienmanagement werden Leute gesucht, die einerseits ein solides ökonomisches Wissen haben und andererseits den kreativen Produktionsprozess in der Medienbranche verstehen“, beschreibt Rott das Anforderungsprofil.

Allerdings werden die Karrieren im Mediengeschäft immer schnelllebiger. Finanzinvestoren, die kühl und oft kurzfristig kalkulieren, spielen eine immer größere Rolle. Für die Mitarbeiter bedeutet dies oft, dass der Arbeitsplatz unsicherer wird. Beispiel Pro Sieben Sat.1: Im größten deutschen Privatfernsehkonzern haben neuerdings die Beteiligungsgesellschaften Permira und KKR das Sagen. Die neuen Eigner durchforsten das Unternehmen als erstes nach Einsparmöglichkeiten. Um 60 Millionen Euro sollen die Kosten sinken. Dabei werden auch Hunderte von Stellen wegfallen.

Quelle: theu., F.A.Z., 27.08.2007, Nr. 198 / Seite 21
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