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Verkaufsstart : Chinesen reißen sich um das iPhone5

Rund zwei Millionen Exemplare des iPhones 5 wurden am ersten Wochenende abgesetzt Bild: dapd

Apple verkauft in China an drei Tagen zwei Millionen neue iPhones. Das ist der bisher größte Erfolg in einem Einzelmarkt. Dennoch hat Apple im chinesischen Markt der internetfähigen Mobiltelefone eine schwache Position.

          In China findet das iPhone5 noch reißenderen Absatz als im Rest der Welt. Von Freitag bis Sonntag seien in der Volksrepublik zwei Millionen Exemplare des internetfähigen Mobiltelefons abgesetzt worden, teilte der amerikanische Informationstechnikkonzern Apple mit. Das war der bisher größte Erfolg in einem Einzelmarkt: Nach dem internationalen Verkaufsstart im September wurden im gleichen Zeitraum von drei Tagen zwar rund fünf Millionen Stück veräußert, damals bezog sich das allerdings auf die Vereinigten Staaten und 30 weitere Länder.

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel- und Südosteuropa und Türkei mit Sitz in Wien.

          „Das Käuferinteresse für das iPhone5 in China ist unglaublich“, sagte der Vorstandsvorsitzende von Apple, Tim Cook. „Das war das beste Verkaufswochenende aller Zeiten in China.“ Zuvor hatte Apple keine Absatzzahlen für das iPhone zur Markteinführung in China veröffentlicht. Die Volksrepublik gehört zu den letzten großen Märkten, in denen das Telefon in die Geschäfte kommt. Bis zum Jahresende soll es in 100 Ländern verfügbar sein.

          Durch feste Abholzeiten wurde der Andrang vor den Filialen gebremst
          Durch feste Abholzeiten wurde der Andrang vor den Filialen gebremst : Bild: REUTERS

          Apple bezeichnete das als bisher schnellste Markteinführung eines neuen iPhones. Da beim Verkaufsstart in China am Freitag keine Massenanstürme beobachtet wurden, hatten Nachrichtenagenturen geschrieben, das Käuferinteresse sei verhalten. Bei anderen Produkten hatten sich früher lange Schlangen vor den Geschäften gebildet, teilweise war es zu Tumulten gekommen. Doch hatte Apple den Andrang schon beim Verkaufsbeginn des Taschencomputers iPad3 im Juli mit Vorbuchungen und geregelten Abholzeiten entschärft.

          Mit rund 15 Prozent des Gesamterlöses ist China Apples wichtigstes Absatzgebiet hinter Amerika, nirgendwo wächst der Verkauf zudem schneller. Doch während das Unternehmen den Markt bei den Taschencomputern („Tabloids“) deutlich vor Lenovo und Samsung dominiert, rangiert es bei den internetfähigen Mobiltelefonen („Smartphones“) nur auf Platz sechs.

          Nach Angaben von Marktforschern fallen die Amerikaner immer weiter zurück, weil sie bisher keinen Vertrag mit der größten chinesischen Mobiltelefongesellschaft abgeschlossen haben, mit China Mobile. Die Kooperation mit dem Weltmarktführer habe Wettbewerber wie Samsung, Lenovo oder nationale Anbieter wie Coolpad an Apple vorbeiziehen lassen, heißt es. Die Kalifornier hingegen arbeiten bisher nur mit den Telefongesellschaften China Unicom und China Telecom zusammen. Die haben zusammen weniger als halb so viele Mobilkunden wie China Mobile.

          Quelle: F.A.Z.

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