Was sind schon 45 Milliarden Dollar? Der Elektronikkonzern Apple ist in Dimensionen hineingewachsen, die diese Summe leicht verschmerzbar machen. Apple verfügte zuletzt über ein Finanzpolster von fast 100 Milliarden Dollar.
Wenn das Unternehmen nun in den kommenden drei Jahren 45 Milliarden Dollar für Dividenden und Aktienrückkäufe ausgeben wird, dürfte dies das Anschwellen der Barbestände höchstens bremsen, aber nicht aufhalten.
Sonderlich großzügig ist die Ausschüttung somit nicht, auch die Dividendenrendite ist im Branchenvergleich eher bescheiden. Trotzdem ist die Ankündigung aus Aktionärssicht eine willkommene Geste des neuen Vorstandschefs Tim Cook, der eine Bereitschaft zum Entgegenkommen zeigt, die es unter Vorgänger Steve Jobs nie gab.
Cook kann die Ausschüttung zudem aus einer Position der Stärke ankündigen: Bei anderen Technologiekonzernen wie Microsoft oder Cisco galt der Start einer Dividende als Eingeständnis, dass die Wachstumsphantasie dahin ist.
Davon ist bei Apple nichts zu spüren. Das spiegelt sich in den jüngsten Kurssprüngen wider, die für die meisten Aktionäre ohnehin wichtiger sein dürften als das Sahnehäubchen Dividende.