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Aktualisiert: 01.03.2015, 13:59 Uhr

Apple-Chef Tim Cook „Ich will nicht, dass jemand bei mir mitliest“

Der Datenschutz hat einen unerwarteten Fürsprecher mehr – Apple-Chef Tim Cook legt ein überraschendes Plädoyer für Privatsphäre ab. Und fühlt sich in seinem Schutzbedürfnis den Deutschen sehr nahe.

von
© dpa Zumindest beim Datenschutz ein Deutscher: Tim Cook

Kaum ein Thema bewegt die Deutschen so sehr wie der Datenschutz. Kein Wunder in Zeiten, in denen der amerikanische Auslandsgeheimdienst NSA Milliarden Daten sammelt und die Suchmaschine Google und das soziale Netzwerk Facebook als Datenkraken verschrien sind. Nun gibt es aus unerwarteter Ecke einen prominenten Fürsprecher für den Datenschutz: Apple-Chef Tim Cook.

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„Keiner von uns sollte akzeptieren, dass die Regierung oder ein Unternehmen Zugang zu all unseren privaten Informationen hätte“, sagte der 54-Jährige dem britischen „Daily Telegraph“. Privatsphäre sei ein grundlegendes Menschenrecht. „Wir sollten es nicht aufgeben“, etwa wegen Angstmacherei im Anti-Terror-Kampf.

Daher fühle er sich auch den Deutschen sehr nahe, weil sie seine Ansichten zum Schutz der Privatsphäre teilen würden, sagte er der Bild Am Sonntag. Daher würden bei Apple weder E-Mails noch Textnachrichten mitgelesen. „Ich will auch nicht, dass jemand bei mir mitliest.“ Auf dem sozialen Netzwerk Twitter schrieb Cook sogar: „Ich liebe Deutschland!“

Als Beispiel für den hohen Stellenwert des Datenschutzes nannte er den Bezahldienst Apple Pay, der in den Vereinigten Staaten gestartet ist und das Handy zum Portemonnaie machen soll. So wisse Apple nicht, wer etwas kauft, wo gekauft wird, wie teuer das Produkt ist oder was es überhaupt ist. „Ich hoffe, dass dies zum Industriestandard wird“, so der Apple-Chef.

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Cook versucht auf dieser Welle, sich mit Apple von der Online-Konkurrenz wie Facebook und Google  zu distanzieren, bei der die Verarbeitung von Nutzerinformationen zum Geschäftsmodell gehört, weil sie sich mit Online-Werbung finanzieren. Doch auch diese bauen die Verschlüsselung stark aus. Apple macht sein Geld vor allem mit dem Geräteverkauf.

© Reuters, reuters Facebook: Datenschützer kritisieren neue Nutzungsrichtlinie

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