http://www.faz.net/-gqm-75zqp

Apple : Aktie im Sturzflug

  • Aktualisiert am

Wie geht es weiter? Womöglich ist Apples Zukunft gar nicht so rosig wie erwartet Bild: REUTERS

Apple verkauft zwar mehr iPhones denn je. Dennoch gibt es Zweifel an der Dominanz des Computerherstellers. Aufgrund unerwartet niedriger Umsatzerwartungen fällt der Aktienkurs um zehn Prozent.

          Trotz Rekordverkäufen wachsen die Zweifel an der Vormachtstellung von Apple im Geschäft mit Smartphones. Der weltgrößte Technologiekonzern verkaufte im abgelaufenen Quartal zwar mit 47,8 Millionen iPhones so viele wie noch nie. Analysten hatten aber mit einem Absatz von rund 50 Millionen Stück gerechnet.

          Auch mit seinen ebenfalls am Mittwoch bekanntgegebenen Umsatzerwartungen lag Apple unter den Erwartungen. Die Aktie stürzte nachbörslich zehn Prozent auf 463 Dollar ab - innerhalb weniger Minuten büßte der Konzern rund 50 Milliarden Dollar an Marktwert ein.

          Zweifel an Dominanz

          Die Kalifornier hätten zwar eine Menge iPhones verkauft, sagte Analyst Shaw Wu von Sterne Agee. „Aber das Problem sind die hohen Erwartungen der Investoren.“ Auch wenn Apple eines der stärksten Unternehmen bleibe, werde die Bilanz die bisherige Dominanz infrage stellen. Andere Experten warfen dem Unternehmen vor, sich auf dem Erfolg auszuruhen. „Man kann nicht immerzu iPhones und iPads auf den Markt bringen und davon ausgehen, dass schon jeder ein neues braucht“, kritisierte der Chef von DoubleLine Capital LP, Jeffrey Gundlach. „Das Mini? Was soll da dran sein? Das ist ein etwas kleineres iPad. Definiert man so Innovation?“

          Auch mit dem Umsatz zeigten sich die Marktbeobachter unzufrieden. Apple erlöste im Geschäftsquartal 54,5 Milliarden Dollar, während die Experten im Schnitt von 54,73 Milliarden Dollar ausgegangen waren.

          Den Amerikanern macht unter anderem die wachsende Konkurrenz durch die Galaxy-Handys von Samsung Electronics zu schaffen. „Apple muss innovativer werden“, forderte Analyst Trip Chowdhry von Global Equities Research. Das iPhone komme in die Jahre. „Sie brauchen bald ein völlig neues Gerät - in Monaten nicht Jahren“.

          iPad erfüllt Erwartungen

          Das iPhone steuert rund die Hälfte zum Konzernumsatz bei. In Branchenkreisen hatte es in diesem Monat geheißen, Apples Zulieferer würden wegen der schwächelnden Nachfrage weniger Teile für das iPhone und den Tablet-Computer iPad produzieren. Apple verkaufte 22,9 Millionen iPads - etwa so viele wie von Marktbeobachtern erwartet.

          Im Ende Dezember abgeschlossen Quartal sank die Bruttomarge auf 38,6 Prozent von 44,7 Prozent vor Jahresfrist. Der Gewinn stagnierte: Im ersten Geschäftsquartal verdiente Apple unter dem Strich 13,07 Milliarden Dollar nach 13,06 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn je Aktie ging sogar zurück - auf 13,81 Dollar von 13,87 Dollar.

          Quelle: RTR

          Weitere Themen

          Mit Masken das iPhone X knacken Video-Seite öffnen

          Vietnamesische Experten : Mit Masken das iPhone X knacken

          Computerspezialisten und Biometrie-Experten aus Vietnam wollen Apples Gesichtserkennung im neuen iPhone X mit einer relativ einfach erscheinenden Maske überlistet haben. Ein Forscher zeigt hier dieser Tage in Hanoi, der Hauptstadt Vietnams, wie das mit dieser Maske aus Plastik, 3D-Druckermaterial, Silikon und Papierband klappen soll.

          10 Milliarden Euro für Elektro-Antrieb Video-Seite öffnen

          VW in China : 10 Milliarden Euro für Elektro-Antrieb

          Der Wolfsburger Autobauer steckt in China zehn Milliarden Euro in die Entwicklung sogenannter „New Energy Vehicles“. Die von China verlangte Quote für Elektroautos sieht vor, dass ab 2019 zehn Prozent des Jahresabsatzes der Hersteller aus E- und Hybrid-Fahrzeugen bestehen.

          Topmeldungen

          Anne Will diskutiert in ihrer Sendung am 19. November 2017 mit ihren Gästen über die Jamaika-Sondierungsgespräche.

          TV-Kritik: Anne Will : Ende eines Schauspiels

          Diese Nacht verkündet der FDP-Vorsitzende das Scheitern der Sondierungsgespräche. Für eine solche Situation gibt es ein im Grundgesetz exakt definiertes Verfahren. Das scheinen aber nicht einmal die Politiker zu verstehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.